Nachtzug nach Kopenhagen und Malmö ab April 2026

Ab 15. April 2026 bietet die SBB zusammen mit RDC Deutschland eine neue Nachtzugverbindung von Basel nach Kopenhagen und Malmö an.
Mit dem Nachtzug nach Kopenhagen und Malmö ©Nick Karvounis / Unsplash

Die SBB erweitert ihr internationales Nachtzugangebot und bietet ab dem 15. April 2026 erstmals eine Direktverbindung von Basel nach Kopenhagen und Malmö an. Der neue Euro Night fährt drei Mal pro Woche ganzjährig in beide Richtungen und gilt als klimafreundliche Alternative zum Flugzeug.

Abfahrt in Basel SBB ist jeweils mittwochs, freitags und sonntags um 17.35 Uhr, die Ankunft in Malmö erfolgt am nächsten Morgen um 9.35 Uhr. In der Gegenrichtung verlassen die Züge Malmö donnerstags, samstags und montags um 18.57 Uhr und erreichen Basel um 11.30 Uhr.

Der Zug bietet rund 350 Reisenden Platz in Schlaf-, Liege- und Sitzwagen, dazu ein barrierefreies Abteil sowie ein Bistro zwischen Basel und Padborg. Gehalten wird unter anderem in Freiburg, Karlsruhe, Mannheim, Frankfurt, Hamburg, Padborg, Kolding, Odense, Hoeje Taastrup und am Flughafen Kopenhagen. Ein Halt im Kopenhagener Hauptbahnhof ist aus Zeitgründen nicht vorgesehen, die Innenstadt ist jedoch ab Hoeje Taastrup oder Kopenhagens Flughafen in rund 15 Minuten per S-Bahn erreichbar.

Der Billettverkauf startet am 4. November 2025 über die SBB Mobile App, auf sbb.ch und in den SBB Reisezentren. Die Preise entsprechen den bestehenden Nachtzugverbindungen ab der Schweiz und variieren je nach Kategorie, Erstattungskonditionen und Auslastung, so die SBB.

Die neuen Verbindungen sollen Reisenden einen direkten Zugang nach Skandinavien eröffnen. Von Malmö aus lassen sich weitere Städte wie Stockholm und Göteborg einfach erreichen. Insgesamt legt der Euro Night über 1400 Kilometer durch die Schweiz, Deutschland und Dänemark bis nach Schweden zurück. Die Nachtzugverbindung von Basel nach Kopenhagen und Malmö betreibt die SBB in Kooperation mit RDC Deutschland, einem privaten Eisenbahnunternehmen.

Trotz steigender Beliebtheit auf finanzielle Unterstützung angewiesen

Trotz wachsender Beliebtheit sind Nachtzüge aufgrund hoher Betriebskosten nicht kostendeckend, erklärt die SBB. Für die Einführung und den Betrieb dieses Zuges sei deshalb auch eine finanzielle Unterstützung durch den Bund erforderlich – 2026 und darüber hinaus.

Der Bund unterstützt den Betrieb finanziell im Rahmen des CO₂-Gesetzes mit insgesamt rund 47 Millionen Franken bis 2030. Die Mittel müssen noch vom Parlament genehmigt werden – andernfalls könnte der geplante Nachtzug nicht verkehren. Bereits gebuchte Billette würden in diesem Fall rückerstattet. (TI)