
Rund 25 Journalistinnen und Journalisten folgten der Einladung der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), München Tourismus und des Lenbachhauses ins Loft Zürich.
Nach der Begrüssung durch Stefan Mieczkowski, Leiter der DZT in der Schweiz, standen aktuelle Marktdaten, strategische Kampagnen sowie Einblicke in die Destination München und das Kunstangebot im Zentrum.
Schweiz bleibt Schlüsselmarkt für Deutschland
Europa stellt mit Abstand die wichtigste Quellregion für den Incoming-Tourismus in Deutschland dar, mit rund 63 Millionen Übernachtungen aus europäischen Märkten. Auch die Schweiz bleibt für Deutschland ein sehr wichtiger Quellmarkt. 2025 wurden insgesamt 6,7 Mio. Übernachtungen aus der Schweiz in Deutschland registriert.
Dies ist auch auf die gute Erreichbarkeit unseres Nachbarstaates zurückzuführen. Wie der IPK World Travel Monitor 2024 zeigt, wählten 58% der Ferienreisenden das Auto für ihre Reise nach Deutschland, gefolgt von 19% Zug, 14% Flugzeug und 9% Bus, Wohnmobil oder Schiff.
Auch im Geschäftsreisesegment ist die Schweiz von zentraler Bedeutung: Sie ist der zweitwichtigste Quellmarkt für Geschäftsreisen nach Deutschland und sogar Nummer eins im MICE-Segment.
Die Nachfrage bleibt stabil: Laut Studien erwägt jede vierte Person weltweit eine Reise nach Deutschland im kommenden Jahr. Besonders geschätzt werden Kultur, Kulinarik und Museen als zentrale Reiseanlässe.
Vier Kampagnen prägen das Reisejahr 2026
Für 2026 setzt die DZT auf vier zentrale Themen:
- «Nächster Halt Deutschland» mit Fokus auf Städtereisen
- «Culinary Germany» rund um Kulinarik und Genuss
- «Feel Good» mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und klimafreundliches Reisen
- «Seasons’ Greetings» mit Fokus auf Weihnachtsmärkte
Ergänzt werden diese durch drei Schwerpunkte: das Jubiläum 150 Jahre Wagner-Festspiele, Naturerlebnisse unter «Family & Friends in Nature» sowie die Internationale Gartenausstellung (IGA), die 2027 im Ruhrgebiet stattfindet, aber bereits touristisch aufgebaut wird.
Ein zentrales Ziel bleibt die Verlängerung der Aufenthaltsdauer. Deutschland positioniert sich dabei verstärkt als Destination, die Städte- und Naturerlebnisse kombiniert.

München setzt auf ‘Viertelliebe’
Yvonne Pollakowsky von München Tourismus stellte die Strategie der ‘Viertelliebe’ vor. Die Kampagne entstand während der Pandemie und hat sich zu einer ganzjährigen Initiative entwickelt.
Im Zentrum steht die Idee, München über seine Quartiere erlebbar zu machen. Ziel ist es, Tourismusströme zu entzerren, neue Mikro-Destinationen zu schaffen und Gäste zu längeren Aufenthalten zu motivieren.
Die Strategie greift aktuelle Reisetrends auf: authentische Erlebnisse, lokale Begegnungen und individuelle Entdeckungen statt klassischer Sehenswürdigkeiten. Unterstützt wird dies durch Führungen, lokale Botschafterinnen und Botschafter sowie die Einbindung von Betrieben vor Ort.
Für den Schweizer Markt bleibt München besonders relevant: Mit über 445’000 Übernachtungen und rund 231’000 Ankünften aus der Schweiz gehört die Stadt zu den wichtigsten deutschen Destinationen für Schweizer Gäste.

Lenbachhaus als kultureller Anziehungspunkt
Claudia Weber präsentierte das Lenbachhaus als bedeutendes Kunstmuseum in München. Das Museum ist in der historischen Villa des Malers Franz von Lenbach untergebracht und Teil des Kunstareals der Stadt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der weltweit bedeutenden Sammlung des «Blauen Reiters». Ergänzt wird das Angebot durch regelmässige Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, wodurch das Haus sowohl kunsthistorisch als auch modern positioniert ist.

Kulinarischer Abschluss
Der Anlass im Loft Zürich wurde mit einem Mittagessen mit Münchner Spezialitäten abgerundet. Der persönliche Austausch unter den Teilnehmenden bot zusätzliche Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Trends im Tourismus.
Chloé Weilenmann








