Neu lässt Swiss Umbuchungen bei allen Tarifen zu

Bei Rückerstattungen sind offenbar keine Erleichterungen vorgesehen.

Swiss, Lufthansa und Austrian Airlines stellen ihre Tickettarifstruktur um. Ab sofort sind sämtliche Tarife und Ticketpreise umbuchbar – beispielsweise auch der Zero Bag Tarif ohne Handgepäck. Dies gelte weltweit sowohl bei Kurz-, Mittel- und Langstrecken für Neubuchungen, teilen die Airlines mit. Rückerstattungen sind offenbar für diese Tarife nach wie vor nicht vorgesehen.

Für Tickets, die in den USA und Kanada gekauft werden, erfolgt die Umstellung am 8. April. Auch Brussels Airlines wird die neue Tarifstruktur auf den Nordamerikastrecken anwenden.

Unabhängig von der neuen Tarifstruktur können Fluggäste, deren Flüge abgesagt oder nicht wahrgenommen wurden, ihre Buchung trotzdem halten. Dies gilt für Flüge mit einem Buchungsdatum bis einschliesslich 19. April 2020. Kunden müssen sich jetzt noch nicht auf ein neues Datum festlegen. Bei den Buchungen bleiben Ticket und Ticketwert erhalten und können für eine neue Buchung mit einem Abflugdatum bis einschliesslich 30. April 2021 umgewandelt werden. Kunden, die ein neues Reisedatum bis Ende 2020 wählen, erhalten zusätzlich auf jede Umbuchung einen 50 Euro Discount.

Umbuchungen können über den Lufthansa Group Kundenservice und die Online-Plattformen der Airlines oder auch Reisebüros erfolgen. Die Umwandlung in einen Gutschein ist online über die Webseiten der Airlines möglich. Eine automatische Funktion zum Einlösen des Gutscheins ist derzeit noch in Arbeit und soll zeitnah zur Verfügung stehen.

Sollte der umgebuchte Tarif aufgrund einer Änderung beispielsweise der Destination (Umbuchung von Kurz- auf Langstrecke), Wechsel der Reiseklasse oder ähnlichem teurer sein, kann trotz des Discounts eine Aufzahlung erforderlich werden.

Aufgrund der aktuellen Lage verzeichnen die Lufthansa Group Service Center und Stationen eine aussrordentlich hohe Anzahl von Kundenkontakten. Der Konzern arbeitet kontinuierlich daran, die Kapazität zur Deckung der Nachfrage anzupassen. Es komme dennoch zurzeit zu längeren Wartezeiten, weshalb sich die Bearbeitung der Kunden-Anliegen verzögern könne. (TI)

Drucken