GNV baut Algerien-Angebot aus

Mit einer neuen Direktverbindung zwischen Civitavecchia und Annaba erweitert GNV ihr Streckennetz nach Nordafrika.
GNV erweitert das Streckennetz nach Algerien um eine dritte Verbindung ©GNV

GNV, die Fährgesellschaft der MSC-Gruppe, baut ihre Präsenz in Algerien weiter aus. Seit dem 8. August 2026 verbindet die Reederei den italienischen Hafen Civitavecchia direkt mit Annaba im Nordosten Algeriens.

Die neue Route wird während der Sommersaison zweimal wöchentlich, jeweils dienstags und samstags, mit der GNV Cristal bedient. Sie ergänzt die bestehenden Algerien-Verbindungen von Sète in Frankreich nach Algier und Bejaia.

An Bord bietet GNV verschiedene auf den nordafrikanischen Markt ausgerichtete Dienstleistungen. Dazu gehören Halal-Küche, ein Gebetsraum sowie familienfreundliche Bereiche.

Dritte Verbindung nach Algerien

Dank ihrer strategischen Lage soll die neue Route nicht nur den algerischen Markt, sondern über die Anbindung an das Strassennetz auch weitere Teile des östlichen Maghreb erschliessen. Damit will GNV ein grösseres Einzugsgebiet abdecken und Annaba als bedeutenden Knotenpunkt für den Passagier- und Güterverkehr in der Region stärken.

Vor Ort arbeitet die Reederei mit AFLT Maritime zusammen, dem Generalagenten von GNV für die Betreuung der Seeverbindungen zwischen Algerien und Europa.

«Mit der Eröffnung der Verbindung Civitavecchia–Annaba setzen wir den Wachstumskurs fort, den wir im vergangenen Jahr in Algerien eingeschlagen haben», erklärt GNV-CEO Matteo Catani. Der Markt habe die Erwartungen des Unternehmens sowohl beim Passagier- als auch beim Frachtverkehr erfüllt. GNV wolle deshalb unter anderem in die Flotte, zusätzliche Frequenzen und auf den nordafrikanischen Markt zugeschnittene Angebote investieren.

Seit 2025 im algerischen Markt

GNV ist 2025 mit den Routen Sète–Algier und Sète–Bejaia in den algerischen Markt eingestiegen. Zwischen Juni und Dezember 2025 beförderte die Reederei nach eigenen Angaben rund 58’000 Passagiere auf ihren Algerien-Verbindungen.

Mit der neuen Route ab Italien erweitert GNV nun Kapazitäten und Zahl der bedienten Häfen. Gleichzeitig baut die Reederei ihr Streckennetz im Maghreb im Rahmen ihrer internationalen Wachstumsstrategie weiter aus. (TI)