
Das Karlu Karlu (Devils Marbles) Conservation Reserve, ein Naturwahrzeichen des Northern Territory, wurde von Dark Sky International zum International Dark Sky Sanctuary ernannt. Damit wird die aussergewöhnliche Qualität seines Nachthimmels sowie das Engagement für den Schutz seiner nächtlichen Umwelt gewürdigt.
Mit der Auszeichnung wird Karlu Karlu zum ersten International Dark Sky Sanctuary im Northern Territory und erst zum dritten in ganz Australien.
Die Auszeichnung erfolgt im Vorfeld der totalen Sonnenfinsternis in der Region am 22. Juli 2028. Der Mond wird die Sonne über dem Schutzgebiet für fast fünf Minuten vollständig verdecken.
Unterstützung durch Traditional Owners
Karlu Karlu liegt rund 100 Kilometer südlich von Tennant Creek entlang des Stuart Highway und ist ein beliebter Stopp für Reisende, die das Northern Territory zwischen Alice Springs und Darwin erkunden.
Das Reservat kann zudem als Teil von Reiserouten im Red Centre, darunter Ausflüge zum Uluru, Kata Tjuta und die West MacDonnell Ranges, inkludiert werden. Die Formationen wurden über Millionen von Jahren geformt und haben so jene abgerundeten und scheinbar prekär ausbalancierten Strukturen hervorgebracht, für die Karlu Karlu bekannt ist.
Fast das gesamte 1’800 Hektar grosse Schutzgebiet ist als heilige Stätte registriert und besitzt eine grosse Bedeutung für die Traditional Owners der Kaytetye, Warumungu, Warlpiri und Alyawarra, deren Vorfahren das Gebiet seit der Schöpfungszeit verwalten. Die Traditional Owners unterstützen die Ernennung zum International Dark Sky Sanctuary.
Infotafeln am Tag, Storytelling in der Nacht
Ein kurzer, selbstgeführter Wanderweg führt Besuchende zwischen den riesigen Granitfelsen des Schutzgebiets hindurch. Nach Sonnenuntergang verwandelt sich das Erlebnis: Dank der minimalen künstlichen Beleuchtung in der umliegenden Landschaft herrschen aussergewöhnliche Bedingungen, um den Nachthimmel zu erleben.
Im Rahmen der Dark-Sky-Zertifizierung werden in Karlu Karlu Informationstafeln entwickelt. Dazu gehören Hinweisschilder zum Dark Sky Sanctuary sowie zusätzliche Informationen, die sich speziell mit der Beobachtung des Nachthimmels und der Bedeutung des Erhalts dunkler Nächte befassen.
Künftig sollen ausserdem Möglichkeiten für von Aboriginal People geleitetes Storytelling rund um den Nachthimmel geschaffen werden. Das Schutzgebiet ist Heimat von rund 116 einheimischen Pflanzenarten, 83 Vogelarten, zehn einheimischen Säugetierarten, 30 Reptilienarten und vier Froscharten sowie einer Krabbenart, die Dürreperioden überstehen kann. (TI)








