Pilotenkonflikt beim Kranich sorgt für dicke Luft

Nachdem die Pilotengewerkschaft ‘Vereinigung Cockpit’ die Verhandlungen mit Lufthansa abgebrochen hat, sind Streiks nicht auszuschliessen.
Drohen leere Cockpits? ©Freepik.com

Einmal mehr sind Verhandlungen zwischen Lufthansa und der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ohne Ergebnis abgebrochen worden, und zwar von Seiten der VC, wie die deutsche FVW berichtet. Zwar laufen die Gespräche offiziell unter dem Titel ‘Betriebsrenten’, tatsächlicher Zankapfel ist für beide Seiten jedoch ein umfassendes Paket zu Flotten- und Beschäftigungsthemen. 

Kern des Konflikts ist die geplante Verlagerung von Kurz- und Mittelstrecken in günstigere Tochterfirmen wie City Airlines und Discover. Die VC sieht dadurch Jobs und Karrierewege der 4’800 Lufthansa-Pilotinnen und -Piloten gefährdet und fordert ein Gesamtkonzept für die Europaflotte, das auch Tarifverträge mit den Töchtern einschliesst. Erste Vorschläge des Managements knüpfte Lufthansa laut der VC an «nicht akzeptable» Zugeständnisse.

Da die VC nach erfolgter Urabstimmung streikbefugt ist, könnte sie jederzeit Ausstände bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ausrufen. Formales Streikziel sind die Betriebsrenten – hier verlangt die Gewerkschaft eine Verdreifachung des Arbeitgeberanteils, was nach sieben Verhandlungsrunden ebenfalls ungelöst blieb. Das Unternehmen setzt nach eigener Aussage weiter auf Gespräche. (TI)