
Im November 2025 haben die Pilotinnen und Piloten den Gesamtarbeitsvertrag zwischen Aeropers und Swiss gekündigt und in Aussicht gestellt, diesen so bald wie möglich neu zu verhandeln. Der aktuelle GAV 2023 gilt noch bis Ende 2026.
Nun starten die Verhandlungen für den neuen Vertrag. Die Pilotinnen und Piloten fordern unter anderem mehr Einfluss auf den Einsatzplan, weil die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben nicht gegeben sei. Ausserdem muss die Attraktivität der Arbeitsbedingungen deutlich steigen, damit es wieder genügend Nachwuchs gibt, um den nachhaltigen Erfolg der Swiss zu gewährleisten.
«Der GAV 2023 wurde unter starkem Einfluss der Corona-Pandemie ausgehandelt und basierte auf der Abmachung, während der Laufdauer Verbesserungen umzusetzen. Da die Geschäftsleitung der Swiss trotz sehr guten Jahresergebnissen wenig Willen gezeigt hat, diese Zusagen einzuhalten, sind wir heute nicht weiter als vor drei Jahren», sagt Thomas Steffen, Vorstand und Mediensprecher von Aeropers. Er unterstützt deshalb die Kündigung des laufenden Vertrages.
Die Forderungen: Wertschätzung, Vergleichbarkeit und Zukunftsfähigkeit
«Die Pilotinnen und Piloten der Swiss haben ihr Unternehmen bei der Bewältigung jeder Krise unterstützt, Verantwortung übernommen und aktiv mitgeholfen, Swiss zur erfolgreichsten Airline in der Lufthansa Group zu machen. Wir haben auch weiterhin das grösste Interesse daran, dass Swiss nachhaltig erfolgreich ist», sagt Steffen weiter. «Das bestehende Personal leidet aber aktuell stark unter mangelnder Planbarkeit des Soziallebens und unter der übermässigen Arbeitsbelastung.» Zudem herrsche ein grosser Pilot*innenmangel, der zu Auslagerungen und Streichungen von Flügen führe.
Um die bestehenden Probleme zu lösen, fordern die Pilotinnen und Piloten der Swiss Arbeitsbedingungen, die dem nationalen und internationalen Vergleich standhalten, die Pilot*innen wertschätzen und den Nachwuchs sicherstellen.
«Die diese Woche gestarteten Vertragsverhandlungen bieten die Chance, die Grundlagen dafür zu schaffen, dass die Arbeitsbedingungen in den Cockpits bei Swiss langfristig attraktiv und zukunftsfähig werden», erklärt Steffen, der selbst Langstreckenpilot bei Swiss ist. «Unser Ziel ist es, eine für beide Seiten gewinnbringende Lösung zu erreichen». (TI)








