Positives Swiss-Resultat weckt Begehrlichkeiten

Aeropers nimmt die Quartalszahlen als Anlass für ihre Forderungen.
Thomas Steffen, Vorstandsmitglied Aeropers ©Aeropers

Aeropers, der Personalverband der Swiss und Edelweiss Pilotinnen und Piloten, freue sich, dass Swiss weiterhin mit Abstand die erfolgreichste Passagier-Airline im Lufthansa Konzern ist und auch im ersten Quartal 2026 ein gutes Ergebnis erwirtschaftet hat.

Die aktuell laufenden GAV-Verhandlungen geben dem Unternehmen die Chance ihren Pilotinnen und Piloten einen zeitgemässen Vertrag anzubieten, fordert die Gewerkschaft in einer Mitteilung.

«Wir freuen uns, dass unsere Swiss so erfolgreich unterwegs ist. Gleichzeitig braucht Swiss zukunftsfähige und moderne Arbeitsbedingungen, um den Unterbestand im Cockpit zu beheben und einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen. Der GAV ist nicht mehr zeitgemäss und muss angepasst werden. Beide Seiten haben berechtigte Anliegen und die Verhandlungen bieten die Chance, diese umzusetzen», sagt Thomas Steffen, Vorstand und Mediensprecher von AEROPERS.

«Der GAV 2023 wurde unter starkem Einfluss der Corona-Pandemie ausgehandelt und basierte auf der Abmachung, während der Laufdauer Verbesserungen umzusetzen», erklärt Steffen weiter. «Da die Geschäftsleitung der Swiss trotz sehr guten Jahresergebnissen in den letzten Jahren wenig Willen gezeigt hat, diese Zusagen einzuhalten, muss der neue Vertrag verbindlich sein und kann nicht mehr auf potenziellen zukünftigen Versprechen basieren».

Arbeitsbelastung und fehlende Planbarkeit führen zu mehr Wetlease-Flügen

Die Pilotinnen und Piloten der Swiss leisten seit Jahren einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Dies auch durch übermässige Arbeitsbelastung und mangelnde Planbarkeit des Soziallebens. Als direkte Konsequenz steigt die Teilzeitquote. Im Zusammenhang mit dem bereits grossen Personalmangel im Cockpit hat dies zur Folge, dass Swiss noch mehr Flüge an Wetlease-Partner vergeben oder ganz streichen muss, argumentiert der Personalverband.

«Um die bestehenden Probleme zu lösen, fordern die Pilotinnen und Piloten der Swiss Arbeitsbedingungen, die dem nationalen und internationalen Vergleich standhalten und zugleich das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wertschätzen sowie den Nachwuchs im Cockpit sicherstellen», führt der Mediensprecher von Aeropers und Pilot auf dem Airbus A330 aus. «Unser Ziel ist es, eine für beide Seiten gewinnbringende Lösung zu erreichen». (TI)