
Am Morgen des 25. August 2026 lud Railtour Suisse Reiseprofis zum gemeinsamen Frühstück und Workshop ein.
Rund 20 Agent*innen versammelten sich in The Bridge in der Europaallee am Zürich Hauptbahnhof. Vier Partner sowie Railtour ‘Bahn-Guru’ Mike Jakob berichteten von Bahn-Highlights und Neuerungen, während hinter ihnen die Züge vorbeibrausten. Die Gäste genossen derweil einen Kaffee oder Saft, Gebäck, Joghurt und frische Früchte.
Nebst Zürich findet der Workshop auch noch in St. Gallen und Lausanne statt.
Neu direkt nach Brüssel
Matteo Spiller, Market Manager Italy bei der SBB, verkündete Neuerungen zu den internationalen Bahnverbindungen aus der Schweiz: Ab Dezember 2026 sind die Nightjet-Züge der neuen Generation auf der Strecke nach Amsterdam in Betrieb.
Ab Oktober 2026 werden die Direktverbindungen nach La Spezia wieder aufgenommen und sind 2027 ganzjährig unterwegs. Ab Frühling 2027 gibt es wieder die saisonale Direktverbindung nach Rimini.
Ab Juli 2027 wird via Lille eine Umsteigeverbindung nach London in Betrieb genommen. «Zug fahren ist mehr als ein Transportmittel», sagt Spiller. «Es ist ein Mindset.» Seine Geheimtipp-Reise: Vicenza in Italien, es liegt mit dem Zug eine Stunde vor Venedig – und zwar nicht nur, weil er aus Vicenza stammt, betont er mit einem Augenzwinkern. Die Stadt und die Villen Palladios, darunter deren berühmteste Villa la Rotonda, seien eine Besichtigung Wert.
Ab Juli 2027 wird ab Basel zudem ein Direktzug nach Brüssel fahren. Von dort ist es nicht mehr weit nach Flandern, den nordwestlichen Teil Belgiens, mit Städten wie Antwerpen, Gent und Brügge.
Alexandra Raab-Frostl, Marketing Manager von Visit Flanders, präsentierte den Reiseprofis die Region und berichtete von der guten belgischen Schokolade – welche der Schweizer Schokolade Konkurrenz macht, besonders die Pralinen -, von Kunst und Kultur und der typisch belgischen Pommes Frites: «Es ist ein Genussland», fasst Raab-Frostl zusammen. Auch das Nordseetram entlang der Küste sei zu empfehlen, genauso wie Velo-Ausflüge.
Weitere Highlights für internationale Bahnreisen
Mike Jakob übernahm temporär die Rolle von Moritz Luft, Geschäftsführer Sylt Marketing, der krankheitshalber ausfiel, um die Insel vorzustellen. Sylt ist mit der Bahn ab Zürich via Hamburg in rund 11 Stunden erreichbar. Das Interesse an Reisen auf die Insel stieg um 20%, wie Jakob verrät, womöglich auch im Zusammenhang mit dem Hitzesommer und dem Wunsch nach Abkühlung im Norden.
Auf die Insel führt keine Strasse, aber man kann den Zug oder den Autozug nehmen – oder das Flugzeug. Die Swiss fliegt die Insel im Sommer sechs mal pro Woche an. Im Norden verbindet Sylt eine Fähre mit Dänemark.
Mike Jakobs Highlights: Kitesurfen bei konstantem Wind, diverse Golfplätze und Strandsaunen, sowie eine Strandkorb-Manufaktur. Auch unter den Hotels nannte er einige Favoriten, darunter das kleine aber feine Hotel Fährhaus oder das Hotel Strand.
Mike Jakob stellte den Reiseprofis ausserdem einige der Railtour Advents- und Eventreisen vor. Darunter sind neu die Schöne und das Biest, welches ab September in Wien läuft, sowie die Dresdner Musikfestspiele im Frühling 2027.
Linda Luipold, Leisure Market Manager TGV Lyria, präsentiert die Vorzüge der Bahnreise mit dem TGV Lyria nach Paris: von der Standard-Klasse über die Premier-Klasse bis zur Premier Signature mit Wein-auffüll-Butler, sowie Familienbereich mit Wickelmöglichkeit und WC-Aufsätzen für Kinder. Neu ist für Gruppen ab 2027 ein Gepäcktransport im Angebot. Täglich bietet TGV Lyria 17 Verbindungen zwischen der Schweiz und Frankreich an.
Andreas Ziegler gewinnt Fahrt nach Paris
Das schienengebundene Angebot zwischen Zürich und Paris überzeugt die Reisenden: 98% der B2B-Buchungen für Reisen ab Schweizer Bahnhöfen nach Paris, die bei Railtour eingehen, sind Bahnreisen, nur 2% sind Flugbuchungen.
Die genaue Prozentzahl musste von den am Workshop anwesenden Reiseprofis erraten werden, um am Wettbewerb teilzunehmen. Andreas Ziegler, Internetreisen GmbH, kam am nächsten. Er gewann eine Fahrt für zwei Personen im TGV Lyria von Zürich nach Paris und zurück – ein Weg davon in 2. Klasse und einer in 1. Klasse.

Matteo Spiller verlässt die SBB
Am Anlass verabschiedete sich Matteo Spiller vorerst von den Reiseprofis. Er ist nur noch bis Ende August 2026 bei der SBB tätig und verlässt das Unternehmen nach acht Jahren. Ab dem 1. September 2026 arbeitet er als Markt- und Produktentwickler Italien bei der BLS. (TI)








