Schweizer buchen vermehrt online

Die Reiselust der Schweizer ist ungebrochen. Die Angst vor Terror hat abgenommen.

Wie schon seit 24 Jahren befragte das Link-Institut in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Reise-Verband (SRV) und der Allianz Global Assistance (AGA) einen repräsentativen Ausschnitt der Schweizer Bevölkerung nach ihrem Reiseverhalten. 85% der Befragten machen 2018 mindestens eine private Reise mit mindestens drei Übernachtungen. 2017 waren es noch 3% weniger. Im Durchschnitt unternahmen die Schweizer und die hier ansässigen Ausländer 2,7 Ausflüge oder Reisen pro Person und Jahr. Das ist etwas weniger als 2017 (2,76).

Bei den 65- bis 74-Jährigen bucht über die Hälfte (54%) ihre Ferien mehr als zwei Monate im Voraus. Die Beliebtheit von Individualreisen hält an (68% der Befragten), 25% (+2%) buchen lieber eine Pauschalreise. Die Anzahl der Buchungen in einem Reisebüro ist leicht angestiegen. Etwas mehr als jeder Fünfte bucht seine Reisen im Reisebüro, fast die Hälfte der Reisenden (47%) macht jedoch mindestens einmal im Jahr von dieser Möglichkeit Gebrauch. Dabei ist die Qualität der Beratung mit 69% das wichtigste Kriterium (siehe Grafik). Die Erwartungen der Kunden an die Berücksichtigung ihrer individuellen Wünsche sind erneut gestiegen.

69% der Reiselustigen buchen ihre Reise übers Internet (+3% im Vergleich zum Vorjahr). Sharing-Economy-Plattformen nutzen 16% der Befragten (+4%). Auch die Beliebtheit der Webseiten von Reisebüros nahm zu (+2%). Während Buchungen über einen PC oder Laptop um 3 % zurückgingen, nahm die Nutzung mobiler Websites und Apps um 4% zu.

Die Angst vor Terroranschlägen oder Unruhen ist für die meisten Befragten nicht mehr die grösste Sorge (43%, letztes Jahr 51%). 49% der Befragten fürchten sich stärker davor, einen Unfall zu erleiden, oder vor Krankheit und Tod (44%). In der Realität hatte der grösste Anteil der Befragten Probleme mit Verspätungen (42%) oder schlechtem Wetter (26%). Anreiseprobleme, Probleme mit der Unterkunft und Gepäckverlust beeinträchtigten bei je 22, 23 und 22% der Reisenden den Feriengenuss (siehe Grafik).

Befragt wurden 1043 Personen (51% Männer, 49% Frauen) im Alter zwischen 15 und 74 Jahren in der Deutsch- und Westschweiz mit mindestens einer Buchung einer zumindest dreitägigen Reise zu privaten Zwecken pro Jahr.

 

Anita Merkt / Nathalie de Regt

Drucken