
Der schweizerische Pilotenverband Aeropers und die deutsche Vereinigung Cockpit (VC) haben den Flughafencheck 2026 veröffentlicht.
Die Analyse erscheint bereits zum dritten Mal gemeinsam und bewertet auch in diesem Jahr die drei Schweizer Landesflughäfen. Ziel der Untersuchung ist es, Flughäfen bei der Verbesserung ihrer Sicherheitsstandards zu unterstützen.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe steht die Sicherheit rund um Start- und Landebahnen. Hintergrund sind mehrere schwere internationale Vorfälle der vergangenen Jahre, bei denen es zu sogenannten ‘Runway Incursions’ – dem unbefugten Eindringen in aktive Start- und Landebahnen – kam.
Dazu zählen unter anderem die tödliche Kollision am Flughafen Tokio-Haneda Anfang 2024 sowie ein ähnlicher Unfall am New Yorker Flughafen La Guardia im März 2026. Auch ein beinahe folgenschwerer Vorfall am Flughafen New York JFK im Jahr 2024 verdeutlichte die Bedeutung wirksamer Sicherheitsmechanismen.
«Diese Fälle zeigen mit aller Deutlichkeit, wie entscheidend funktionierende Sicherheitsmechanismen im Bereich der Start- und Landebahnen sind», wird Thomas Steffen, Pilot und Flugsicherheitsexperte von Aeropers, in der Mitteilung zitiert.
So schneiden die Schweizer Flughäfen ab
Zürich war bereits letztes Jahr auf dem Podest und konnte seine erfreuliche Position auf Platz 3 halten. Grund dafür ist laut Aeropers die konsequente Verwendung der beleuchteten Haltelinien gemäss der Empfehlung der europäischen Flugsicherheitsbehörde unabhängig von Wetter und Sichtverhältnissen. Auch die langjährige Beteiligung des Pilotenverbandes an der lokalen Arbeitsgruppe zum Thema Pistensicherheit wirke sich sehr positiv auf die Bewertung von Zürich aus.
Genf konnte seine Platzierung deutlich verbessern. Aufgrund der Einladung des Pilotenverbandes zur lokalen Arbeitsgruppe zum Thema Pistensicherheit und einer differenzierteren Bewertung der Sicherheitsflächen (RESA) springt der Flughafen von Platz 26 auf Platz 11.
Basel liegt unter anderem wegen der fehlenden Anflugbefeuerung auf der Piste für Anflüge aus Richtung Süden und wegen der fehlenden Warnlichter an den Einfahrten zu den Startbahnen unverändert auf dem 30 Platz.
Der VC-Flughafencheck basiert auf einem laufend aktualisierten Kriterienkatalog, der sich an internationalen Standards der ICAO, der International Federation of Air Line Pilots’ Associations (IFALPA), der EASA sowie von Eurocontrol orientiert. (TI)








