
Im Jahre 1922 wurde die Marconi Radio Station AG in Bern gegründet mit dem Ziel, die drahtlose Telegrafie zu entwickeln. Dieses Ereignis gilt als Geburtsstunde der Schweizer Flugsicherung. Der Firmenname wurde 1928 in Radio Schweiz AG geändert, welche 1931 vom Eidgenössischen Luftamt beauftragt wurde, die Flugsicherung in der Schweiz auszuführen.
Radar und Düsen
Damals bewältigen sieben Flugsicherungsangestellte im Schnitt zwölf Flugbewegungen pro Tag. Mit der Eröffnung des interkontinentalen Flughafen Zürich 1948, der Einführung der Radar Technologie und dem Aufkommen der Jets in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, wuchs die Zahl der für die Flugsicherung tätige Mitarbeiter*innen der Radio Schweiz AG auf schweizweit 650 Personen.
Von Swisscontrol zu Skyguide
Im Jahr 1988 wurde die Flugsicherung in der Schweiz in einem neuen Unternehmen, der Swisscontrol, zusammengelegt, deren Hauptsitz in Genf war. Im Jahr 2001 wurden die militärischen und zivilen Flugsicherungsdienste in einer einzigen Instanz vereint, die den gesamten Schweizer Luftraum sowie Teile des angrenzenden Auslands kontrolliert und sich fortan Skyguide nennt.
Virtual Centre
Aktuell treibt Skyguide das Pionierprojekt ‘Virtual Centre’ voran. In Zukunft sollen dadurch die Technologie am Boden sowie die operationellen Verfahren modernisiert und harmonisiert werden. Die bisherige Aufteilung des Schweizer Luftraums in Ost (Dübendorf) und West (Genf) soll damit überwunden und der gesamte Schweizer Luftraum standortunabhängig aus einem virtuellen Zentrum abgedeckt werden. Das Projekt befindet sich nun in der dritten und letzten Phase des Programms, die voraussichtlich 2028 abgeschlossen wird.
Die Sondermarke im Wert von CHF 2.10, die am 30. August 2022 anlässlich des Medienevents am Flughafen Zürich präsentiert wurde, zeigt eine moderne Passagiermaschine und im Hintergrund Flugzeugpositionen, wie sie die Flugverkehrsleitenden auf ihren Monitoren sehen. (TI)








