Sitzwechsel: Swiss macht den Abflug aus Basel

Züri-Tirggel statt Basler Läggerli: Die nationale Airline hat ihren rechtlichen Sitz vom Rheinknie nach Kloten verlegt.
©Swiss International Air Lines

Vor fast auf den Tag genau 10 Jahren hob der letzte Linienflug von Swiss International Air Lines ab Basel-Mulhouse ab – seither hat die Lufthansa-Tochter keine Linienflüge ab dem Euroairport mehr gestartet.

Nun folgte am 9. Mai dieses Jahres – ohne grosses öffentliches Aufsehen – der klammheimliche Umzug des rechtlichen Domizils der Swiss von der Basler Malzgasse nach Kloten an den operativen Hauptsitz an der Obstagrtenstrasse. Dies berichten verschiedene internationale Medien.

Auf dem Fundament der Crossair

Nach dem endgültigen Grounding der damaligen Swissair wurde Swiss vor 23 Jahren auf der Basis der Regionalairline Crossair von Moritz Suter aufgebaut, welche ihren Sitz in Basel hatte – die neue Swiss behielt bei ihrer Gründung 2002 den juristischen Sitz am Rheinknie.

Der Sitzwechsel nach Zürich wurde gemäss einer Veröffentlichung im Schweizerischen Handelsamtsblatt anfangs Mai – also vor rund einem Monat – vollzogen. Anscheinend auch nicht ganz freiwillig, denn wie sich eine Sprecherin der Swiss im deutschen ‘Aerotelegraph’ zitieren lässt, sei «die bisherige Sitzadresse der Swiss bei einer Basler Anwaltskanzlei gewesen. Die Kanzlei wurde nun aufgelöst und es musste eine neue Lösung gefunden werden».

So habe man sich dann «als perfekte Lösung zu einer Rückholung des rechtlichen Sitzes nach Zürich entschieden». Dies hat aber – abgesehen von steuerlichen Änderungen zwischen den beiden Kantonen – keine weiteren nennenswerten Folgen oder Konsequenzen, da sämtliche operativen Belange bereits bis anhin in Kloten entschieden worden seien. (TI)