
Die B2B-Buchungsplattform Ratehawk und Phocuswright, ein Think Tank für Tourismusmarktforschung, haben eine gemeinsame Studie über die Zukunft des Vertriebs in der Reisebranche veröffentlicht.
Der Bericht zeigt 10 zentrale Trends, die Fachleute aus der Reisebranche im Blick behalten sollten, um bis 2036 wettbewerbsfähig zu bleiben.
«Wir haben diesen Bericht als praktischen Leitfaden entwickelt, um Reiseunternehmen dabei zu unterstützen, sich im sich schnell verändernden Umfeld der Branche zurechtzufinden», so Astrid Kastberg, Geschäftsführerin von Ratehawk. «Der Bericht basiert auf Datenanalysen von Phocuswright und Ratehawk sowie auf einer Reihe ausführlicher Interviews mit Branchenakteuren.»
Moderne Reisende
Verändertes Kundenverhalten bleibt laut der Studie einer der wichtigsten Treiber des Wandels in der Reisebranche. Sowohl erfahrene Reisende als auch Digital Natives der nächsten Generation suchen nach stärker personalisierten Erlebnissen, was zu zunehmend fragmentierterten Nachfragemustern führt.
Darüber hinaus wird die Reiseentscheidung immer stärker von sozialen Medien und digitalen Plattformen beeinflusst. Infolgedessen sollen Fachleute aus der Reisebranche ihr Angebot diversifizieren und neue Kanäle erkunden, um neue potenzielle Kundschaft zu erreichen und deren authentische Wünsche zu erfüllen.
Global komplexe Landschaft
Ein weiterer wichtiger Treiber des Wandels ist laut der Studie die wachsende Volatilität der Branche, die durch geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Instabilität und andere globale Dynamiken angetrieben wird. Diese Unsicherheit beeinflusst das Verhalten der Reisenden und führt zu größerer Preissensibilität und noch spontaneren Entscheidungen.
Die Risiken lassen sich laut Ratehawk durch einen diversifizierten Angebotsmix mindern. Zudem steigt die Nachfrage nach All-in-One-Lösungen, die Buchung und Reisemanagement vereinfachen. Die Rolle zuverlässiger API-Verbindungen, die es ihnen ermöglichen, schnell auf Veränderungen zu reagieren, wird entscheidend sein.
Technologische Revolution
Als wesentliche Faktor wird die KI genannt, durch das Verbessern der Workflows und die Transformation der Brancheninfrastruktur. Agentenbasierte Workflows können Kapazitäten für kundenorientierte Aktivitäten freisetzen.
Die Studie zeigt, dass 57% der weltweit von Ratehawk im Jahr 2026 befragten Fachleute der Touristik eine positive Einstellung zu KI in ihrer Arbeit haben, wobei das Vertrauen je nach Aufgabe variiert. Die Einführung von KI-Agenten wird auch einen stärkeren Fokus auf Datenqualität erfordern sowie die Konsolidierung von Datenbanken in standardisierte Formate. Der richtige Technologie-Stack und die richtigen Partnerschaften seien entsprechend relevant für die Widerstandsfähigkeit des Geschäfts. (TI)








