So viele Passagiere wie noch nie

Der Flughafen Zürich verzeichnete 2025 historische Höchstwerte.
©Flughafen Zürich AG

Im Jahr 2025 sind insgesamt 32.6 Millionen Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Dies entspricht einer Zunahme von 4.5% im Vergleich zum Vorjahr. An einzelnen Spitzentagen während der Sommer- und Herbstferien überschritt die Zahl der Reisenden erstmals die Marke von 120’000.

Lukas Brosi ©Flughafen Zürich AG

«Die Nachfrage nach Flugreisen ist im vergangenen Jahr erneut angestiegen und wirkte sich positiv auf alle unsere Geschäftsbereiche aus. Noch nie durften wir in einem Jahr so viele Passagiere begrüssen wie 2025», so Lukas Brosi, CEO der Flughafen Zürich AG. Gleichzeitig nahm aufgrund grosser Infrastrukturprojekte die Investitionstätigkeit deutlich zu.

Solide Ergebnisentwicklung

Im Jahr 2025 erzielte die Flughafen Zürich AG Erträge von 1’361 Millionen Franken. (+3% gegenüber 2024). Die aviatischen Erträge stiegen um 5% auf 709 Millionen Franken, während die nicht-aviatischen Erträge mit 652 Millionen Franken leicht unter dem Vorjahresniveau lagen (-0.2%).

Bereinigt um die Erträge aus Bauvorhaben resultierte ein Wachstum der nicht-aviatischen Erträge von 2% auf 642 Millionen Franken. Die Betriebskosten erhöhten sich um 1% auf 599 Millionen Franken. Die bereinigten Betriebskosten – ohne Aufwendungen aus Bauvorhaben – verzeichneten einen Anstieg von 4% auf CHF 588 Millionen Franken.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) nahm um 4% auf 762 Millionen Franken. zu. Daraus resultiert ein Konzernergebnis von 346 Millionen Franken. (2024: CHF 327 Mio.).

Kevin Fleck. ©Flughafen Zürich

«Die solide Bilanz mit einer tiefen Verschuldung verschafft uns finanzielle Flexibilität», ordnet Kevin Fleck, CFO der Flughafen Zürich AG, ein. «Sie ermöglicht es, gezielt in unsere Infrastruktur sowie den Ausbau unserer strategischen Geschäftsfelder wie beispielsweise das Auslandsgeschäft oder die Infrastrukturentwicklung in Zürich zu investieren und eine attraktive Arbeitgeberin zu bleiben.»

Durch die hohe Nachfrage nach Flugreisen, aber auch aufgrund der Attraktivität des Flughafenstandorts für Besucherinnen und Besucher, stiegen im Jahr 2025 die Kommerz- und Parking-Erträge leicht um 0.2% auf 277 Millionen Franken. Dies trotz derzeit reduziertem Kommerzangebot aufgrund des Bauprojekts zur Entwicklung der landseitigen Passagierflächen.

Auch das Immobiliengeschäft entwickelte sich weiterhin positiv: Mit Immobilienerträgen von 198 Millionen Franken wurde ein neuer Höchstwert erreicht. Der Circle bestätigt sich als attraktives Business- und Dienstleistungszentrum für nationale und internationale Unternehmen.

Internationales Flughafengeschäft

Das internationale Geschäft entwickelte sich im Jahr 2025 ebenfalls positiv. Bereinigt um die für die Erfolgsrechnung neutralen Erträge aus Bauvorhaben wuchsen die Erträge im internationalen Flughafengeschäft um 10% auf 114 Millionen Franken. Das derzeit grösste Auslandprojekt der Flughafen Zürich AG bleibt der Neubau des Flughafens in Noida nahe Delhi, Indien, der demnächst eröffnet werden soll.

Die Entwicklung der fünf Standorte in Brasilien verlief erfolgreich. Der Flughafen Florianópolis (FLN) verzeichnete mit über 1 Million internationalen Passagieren ein neues Allzeithoch und festigte damit seine Position als drittgrösster internationaler Flughafen des Landes. In Chile stand der planmässige Abschluss der Konzession des Flughafens Antofagasta sowie gezielte Infrastrukturmassnahmen am Standort Iquique im Fokus.

An den ausländischen Flughäfen im Mehrheitsbesitz begrüsste die Flughafen Zürich Gruppe im Jahr 2025 insgesamt 16.0 Millionen Passagiere (2024: 14.6 Mio.).

Weiterentwicklung der Flughafeninfrastruktur

Die Investitionen nahmen im Berichtsjahr deutlich zu. Insgesamt investierte die Flughafen Zürich AG 716 Millionen Franken in Sachanlagen und Projekte (Vorjahr: CHF 571 Mio.), davon 503 Millionen Franken am Standort Zürich (Vorjahr: CHF 293 Mio.). Das grösste Einzelprojekt bildete der Ersatzneubau Dock A, Tower und Dockwurzel sowie die damit verbundenen Projekte.

Des Weiteren wurde mit dem Radisson Blu Hotel das letzte Gebäude im zentralen Flughafen-Perimeter übernommen, das noch nicht im Besitz der Flughafen Zürich AG war. Weitere Schwerpunkte lagen bei der Erneuerung der Gepäcksortieranlage, der Entwicklung der landseitigen Passagierflächen sowie dem Bau der Frachthalle Rächtenwisen.

Personelle Veränderungen im Verwaltungsrat

Im Verwaltungsrat der Flughafen Zürich AG kommt es zu einem Wechsel: Guglielmo Brentel wird sein Amt nach zwölf Jahren per Ende April 2026 niederlegen. Das Unternehmen dankt Guglielmo Brentel herzlich für sein grosses Engagement. Als Nachfolge wird Stefan Paul, CEO Kühne+Nagel International AG, der Generalversammlung am 17. April zur Wahl vorgeschlagen.

Ausblick

Für das laufende Jahr wird am Standort Zürich mit weiter steigenden Verkehrszahlen gerechnet. Erwartet werden über 33 Millionen Passagiere und damit ein neuer Höchstwert. Auch künftig investiert die Flughafen Zürich AG in eine zukunftsfähige Infrastruktur, neue Technologien sowie in einen effizienten und sicheren Flugbetrieb. Damit erfüllt sie ihren Konzessionsauftrag, ein möglichst gutes Netzwerk an Direktverbindungen in Europa und zu den wichtigen Zentren weltweit sicherzustellen, wettbewerbsfähig zu sein und einen Drehkreuzbetrieb zu ermöglichen.

Die Flughafengebühren werden voraussichtlich per 1. Oktober 2026 um rund 10% gesenkt. Bei den Flughafengebühren gilt das Kostendeckungsprinzip. Weil in den kommenden Jahren mehr Passagiere erwartet werden, auf welche die aviatischen Kosten verteilt werden können, und der Flughafen Investitionen sorgfältig plant, konnten die Gebühren gesenkt werden.

Aufgrund des positiven Konzernergebnisses und der seit 2025 neu geltenden Dividendenpolitik beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung die Ausschüttung einer ordentlichen Dividende in der Höhe von CHF 8.50 pro Aktie.

Zuweisung an die gesetzlichen Gewinnreserven

An den Generalversammlungen der Jahre 2023 bis 2025 wurden die im Einzelabschluss vorgesehenen Zuweisungen an die gesetzlichen Gewinnreserven nicht beantragt. Dieser formelle Fehler hat keine Auswirkung auf die Höhe des Eigenkapitals. Die Flughafen Zürich AG verfügte stets über freiwillige Gewinnreserven und ausreichende Gewinnvorträge. Die Flughafen Zürich AG bedauert diesen Fehler und hat Massnahmen ergriffen, um entsprechende Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern. An der nächsten Generalversammlung im April wird eine entsprechende formelle Korrektur vorgelegt. (TI)