So war der Madagaskartag in Basel

Am 15. Madagaskartag, an dem auch der Botschafter anwesend war, wurden unter anderem die kürzlichen Unruhen im Land thematisiert.
©Priori

Der Madagaskartag findet jedes Jahr zu Beginn des Monats November statt und wird organisiert von der Reiseorganisation Priori, die mit dem Madagaskarhaus in Basel und in Antananarivo seit 1994 eigene Büros hat und Individualreisen in ganz Madagaskar organisiert.

Der gastronomische Teil des Madagaskartages wurde vom Verein Tsarabe-Madagaskar betreut. Dieser Verein ist seit über einem Dutzend Jahren in Madagaskar aktiv, besonders im Gesundheits- und Schulwesen.

Madagaskar ist vor rund einem Monat in die Schlagzeilen gekommen, weil die Jugend (Generation Z) mit Erfolg den amtierenden Präsidenten stürzte. Inzwischen sei Ruhe eingekehrt auf der Inselrepublik im Indischen Ozean.

Unruhen in Madagaskar wurden thematisiert

Am Madagaskartag wurde die Situation beleuchtet. Einerseits vom madagassischen Botschafter Djacoba Tehindrazanarivelo, der aus Genf angereist war. Andererseits durch eine Liveschaltung mit Teammitgliedern von Priori in Antananarivo. Sie berichteten über die Zeit der Unruhen und über die aktuelle Lage. Ebenso wurden Fragen aus dem Publikum direkt aus Antananarivo beantwortet.

Das Hilfswerk Aqua Alimenta stellte seine Wasser- und Landwirtschaftsprojekte in Madagaskar vor. Die Tropeninsel hat zunehmend ein Ernährungsproblem für seine stetig wachsende Bevölkerung, die inzwischen um die 32 Millionen beträgt.

Vorträge über Aufgaben des Botschafters und Trekkingtouren 

Die Vorträge waren vielfältig: Botschafter Rolf Stadler berichtete darüber, was ein Schweizer Botschafter denn eigentlich in Madagaskar macht. Andere nahmen das Publikum auf besondere Reisen: Trekking zum höchsten Wasserfall Madagaskars oder in die weit abgelegene Kleinstadt Besalampy.

Eines der Highlights war der Auftritt des Piraten William Kidd, der von seinen Kapertouren vor 300 Jahren berichtete. Dargestellt wurde der entsprechend gekleidete Freibeuter von Christian Beck, der normalerweise Touristenführer auf dem Munot in Schaffhausen ist.

Damit drei Glückliche auch nach Madagaskar fliegen können, sponsorte Ethiopian Airlines zwei Flugtickets und Emirates ein Ticket. Zwei Gewinnerinnen und ein Gewinner werden sich wohl demnächst noch näher mit Madagaskar befassen. (TI)