Sommerferien: Nördliche Reiseziele sind im Aufschwung

Ferienwohnungsspezialist E-Domizil hat gemeinsam mit Hometogo das Suchverhalten von Reisenden aus der ganzen Welt analysiert – und Trends ausfindig gemacht.
Der Summanensee in Finnland ©Unsplash/Tapio Haaja

In den vergangenen 12 Monaten haben die Ferienwohnungsspezialisten das Suchverhalten von Reisenden aus der ganzen Welt analysiert – für Reisen mit Check-in zwischen dem 1. Juni und dem 30. September 2025.

Für Reisen in die Schweiz wurden sämtliche Suchanfragen innerhalb der Hometogo-Gruppe ausgewertet. Die Reiseabsichten von Schweizerinnen und Schweizern wurden primär anhand der Suchanfragen analysiert.

Nördliche Destinationen vermehrt nachgefragt

Betrachte man die Suchanfragen von Schweizerinnen und Schweizern weltweit, so falle auf, dass nördliche Destinationen deutlich mehr nachgefragt werden wie im Vorjahr:

  1. Dänemark (+21.1%)
  2. Bretagne (+12%)
  3. Südschweden (+28%)
  4. Norwegen (+7.9%)
  5. Holländische Küste (+157.8%)
  6. Normandie (+21.7%)
  7. Finnland (+43.7%)

Dieter Rumpel, CEO der E-Domizil AG, kommentiert: «Wir stellen seit mehreren Jahren fest, dass die nordischen Länder im Trend liegen. Wir führen dies auf die zunehmenden Hitzeperioden im Mittelmeerraum, aber auch auf die zeitgemässe Positionierung der Destinationen in den Themen Nachhaltigkeit und Natur zurück».

Die grosse Mehrheit sucht nach wie vor die Wärme

Die beliebtesten Destinationen im Ausland sind Sardinien, Mallorca, Toskana und Südfrankreich. Vergleicht man die Werte mit denjenigen des Vorjahres gibt es Regionen, nach denen deutlich mehr gesucht wird: Mallorca (+32.9%), Sizilien (+56.1%) sowie die erwähnten nordischen Regionen. Weniger gesucht werden das Tessin (-13.2%), die Toskana (-15.7%) oder der Gardasee (-12.4%).

Beliebteste Destinationen in der Schweiz

Bei der weltweiten Nachfrage nach Schweizer Destinationen schwingt Grindelwald obenaus, gefolgt von Davos und Lenzerheide. Analysiert man hingegen nur die Suchabfragen von Schweizerinnen und Schweizern, so sieht die Reihenfolge folgendermassen aus: Lenzerheide, Arosa, Davos, Saas Fee, Grindelwald, Adelboden, Scuol, Pontresina, Bettmeralp, Sankt Moritz.

Warum Suchanfragen oft aussagekräftiger sind als Buchungen

Bei den vorliegenden Auswertungen gehe es nicht um abgeschlossene Buchungen – sondern um das, wonach tatsächlich gesucht wird, stellt der Ferienwohnungsspezialist klar.

Die Suchanfragen zeigen, welche Orte, Destinationen, Regionen und Länder gerade besonders im Trend liegen. Diese Kennzahlen seien oft aussagekräftiger als effektive Buchungszahlen, denn Orte mit wenigen Ferienwohnungen können trotzdem sehr gefragt sein, erklärt E-Domizil.

«Das Suchverhalten zeigt uns, wohin die Leute wirklich reisen möchten», sagt Dieter Rumpel, CEO von e-domizil. «Gerade für kleine, beliebte Orte mit nur wenigen verfügbaren Unterkünften ist das wichtig – denn so wird sichtbar, dass sie bei Reisenden hoch im Kurs stehen, auch wenn sie in klassischen Buchungsstatistiken kaum auffallen.»

(TI)