‘Splüi’ statt Standardprogramm: Ticino Turismo setzt auf Hidden Gems

Ticino präsentiert die weniger bekannten Facetten des Südkantons.
Das Team von Ticino Turismo mit den Partnern. V.l. Manuela Nicoletti (Marketingleiterin Ticino Turismo), Catharina Berni (Head of Communication Ticino Turismo), Rachele Gadea Martini (Fondazione Valle Bavona), Angelo Trotta (Direktor Ticino Turismo), Nathalie Ferbar (Bike Port), Raffaella Gialdi (Gialdi Vini) und Alessandra Schmid (Hotel International au Lac) ©TI

Im Zürcher Seebad Enge begrüsste Ticino Turismo Medienvertretende zu einem stimmungsvollen Abend rund um versteckte Schätze des Tessins. Nach einem wechselhaften Tag zeigte sich das Wetter pünktlich zum Anlass sonnig, wenn auch bei frischen Temperaturen, und sorgte direkt am Zürichsee für Tessiner Stimmung.

Durch den Abend führten Catharina Berni, Angelo Trotta und Manuela Nicoletti, die gemeinsam mit verschiedenen Partnern die Vielfalt und die weniger bekannten Seiten des Tessins präsentierten. Im Fokus standen dabei insbesondere die sogenannten Hidden Gems: authentische Erlebnisse und Orte abseits der klassischen Touristenlocations.

Für die passende Weinbegleitung beim Apéro und Dinner sorgte Raffaella Gialdi von Gialdi Vini. Das Familienunternehmen pflegt seit Jahrzehnten seine Weintradition zwischen Mendrisio und Bodio und gehört heute zu den bekannten Namen der Tessiner Weinwelt. Eines der vielen Highlights, auch unter den Medienvertretern: der weisse Merlot.

Versteckte Orte für Geniesser, Aktive und Entdecker

Aktive Perspektiven auf das Tessin vermittelte Nathalie Ferbar von Bike Port mit der Vorstellung der ‘Ticino Traverso’. Die rund 330 Kilometer lange Bike-Erlebnisroute führt von Chiasso, wo die Poebene auf die Voralpen trifft, bis hinauf zum Gotthardpass auf über 2000 Meter Höhe.

Die Strecke eignet sich sowohl für Gravel-, City- und Mountainbikes als auch für E-Bikes. Sie verbindet Seen, mediterrane Landschaften, alte Dörfer und alpine Bergwelten. Dank des geringen technischen Anspruchs sowie der individuell planbaren Etappen soll die Route ein breites Publikum ansprechen. Gleichzeitig passt das Angebot zur Strategie ‘Ticino365’, mit der das Tessin die Attraktivität des Kantons auch ausserhalb der klassischen Hauptsaison stärken möchte, denn die Route ist grösstenteils ganzjährig befahrbar.

Einen Einblick in die traditionsreiche Hotellerie des Südkantons gab Alessandra Schmid vom Hotel International au Lac in Lugano. Sie führt das Hotel zusammen mit ihrem Bruder bereits in vierter Generation. Das Hotel liegt direkt an der Seepromenade und am Eingang der Fussgängerzone. Als besonderen Hidden Gem im Hotel hebt Alessandra Schmid den einzigartigen Garten mit Pool hervor – eine kleine Oase mitten in der Stadt.

 

Natur, Ursprünglichkeit und authentisches Tessiner Leben standen bei der Präsentation von Rachele Gadea Martini im Mittelpunkt. Sie stellte das Bavonatal vor – eine eindrückliche Region mit alten Steindörfern, spektakulärer Landschaft und besonderer Ruhe fernab des Tumults der Städte.

Im ‘Tal der Resilienz’ passten sich die Menschen damals über Generationen hinweg den von Naturgewalten geprägten Bedingungen an. Sie machten das Land nutzbar und schufen sogenannte Splüi: Unterkünfte und Unterstände unter riesigen, teils abgestürzten Felsbrocken.

Mehr als 400 dieser eindrucksvollen Zeitzeugen sind im Tal noch heute erhalten. Auch dank der Fondazione Valle Bavona, die sich seit fast 40 Jahren für den Erhalt und die sanfte Weiterentwicklung der einzigartigen Kulturlandschaft des Bavonatals einsetzt. In San Carlo betreibt die Stiftung zudem mit der Casa Begnudini eine eigene Gruppenunterkunft.

Ein weiteres besonderes Angebot des Kantons ist das Ticino Ticket. Seit bereits zehn Jahren erlaubt es Gästen, die in einer Partnerunterkunft übernachten, die kostenlose Nutzung des gesamten öffentlichen Verkehrs im Tessin während dem gesamten Aufenthalt. Zusätzlich bietet das Ticket Vergünstigungen für zahlreiche touristische Attraktionen und Freizeitangebote.

Der Abend machte deutlich, dass das Tessin seine Stärke nicht nur in bekannten Postkartenmotiven hat, sondern auch in den leisen, authentischen Erlebnissen dazwischen. Genau jene Vielfalt, die den Südkanton auch abseits der klassischen Ausflugsziele prägt.(TI)