SRV fordert vom Bund einen 500-Mio.-Fonds für die Reisebranche

Gleichzeitig macht er einen neuen Vorschlag, wie der Reisebranche effektiv geholfen werden kann.
SRV: Geschäftsführer Walter Kunz, Präsident Max E. Katz.

Zweimal ist der Schweizer Reise-Verband (SRV) mit seinen Forderungen beim Bundesrat aufgelaufen. Sowohl die Gutschein-Lösung für die Rückzahlung von Kundengeldern wie auch der Rechtsstillstand speziell für die Reisebranche, der nun über das Parlament doch noch realisiert werden soll. Gleichzeitig macht der SRV einen neuen Vorschlag, wie der Reisebranche effektiv geholfen werden kann: «Wir arbeiten in einer Arbeitsgruppe mit dem Seco und dem BJ weiter an unserem Vorschlag, einen Fonds einzurichten, der Kreditorenrisiken der Reisebüros abdecken würde», sagt SRV-Präsident Max E. Katz im Interview mit TRAVEL INSIDE.

Dieser Fonds würde Rückerstattungen von zahlungsunfähigen Leistungsträgern wie Hotels oder Airlines an die TOs und Reisebüros übernehmen, und diese könnten das Geld den Kunden zurückgeben und auch einen Teil der in solchen Fällen verlorenen Margen übernehmen. «Wir gingen mit dem Seco von einem grossen Betrag aus, rund CHF 500 Mio., den der Bund à fonds perdu zur Verfügung stellen müsste», so Katz zum Umfang des angestrebten Hilfsfonds. (TI)

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