Starker Franken: Mehr Ferien fürs Geld

Währungsanalyse zeigt wo es am meisten gibt für den Franken.
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Eine Analyse der Top 50-Reiseziele der Schweizer*innen zeigt, wo der Franken an Wert gewonnen oder verloren hat. Verglichen wurden die Länder ausserhalb der Eurozone.

Dort legte der Schweizer Franken zu

Der Schweizer Franken hat gegenüber mehreren wichtigen Reisedestinationen ausserhalb der Eurozone deutlich an Wert gewonnen. Am stärksten fällt der Zuwachs in der Türkei aus: Mit rund 28% ist der Franken dort so stark wie in keinem anderen untersuchten Land.

Auch in Indien (+17%) und Japan (+14%) legte die Schweizer Währung deutlich zu. Dahinter folgen Hongkong (+12,3%), Saudi-Arabien (+12,26%), Katar (+12,24%) und die Vereinigten Arabischen Emirate (rund +12%). Weitere Zugewinne verzeichnet der Franken gegenüber dem kanadischen Dollar (+9%), dem chinesischen Renminbi (+8%) und dem Singapur-Dollar (+7%).

Die stärkere Währung erhöht die Kaufkraft von Schweizer Reisenden. In mehreren dieser Länder liegen die Preise für Gastronomie und alltägliche Ausgaben deutlich unter dem Schweizer Niveau. In Indien etwa kostet ein günstiges Restaurantgericht im Schnitt weniger als zwei Franken, in China rund 2.20 Franken.

Auch in der Türkei oder Japan sind Restaurantpreise vergleichsweise niedrig. Destinationen wie Kanada oder Singapur bleiben dagegen trotz Wechselkursvorteil eher teuer, auch wenn einzelne Ausgaben wie Restaurantbesuche oder öffentliche Verkehrsmittel weiterhin unter dem Schweizer Preisniveau liegen können.

Wo der Franken an Wert verlor

Gleichzeitig gibt es einige Länder, in denen sich der Franken abgeschwächt hat. Am deutlichsten ist der Rückgang in Schweden: Innerhalb eines Jahres verlor der Franken dort rund 6% an Wert und sank von 12,1 auf 11,5 schwedische Kronen.

Dennoch ist das Preisniveau teilweise weiterhin niedriger als in der Schweiz – etwa in der Gastronomie, wo ein Drei-Gänge-Menü in einem Mittelklasse-Restaurant durchschnittlich rund 69 Franken kostet, gegenüber etwa 101 Franken in der Schweiz.

Auch in Ungarn (-5,5%), Namibia (-1,1%) und Albanien (-0,8%) verlor der Franken an Wert. Trotz dieser Entwicklung bleibt das lokale Preisniveau in diesen Ländern deutlich unter dem Schweizer Niveau.

So spart man in den Ferien

Die Analyse wurde durchgeführt von Wise, Anbieter von Multi-Währungskonten. Thomas Adamski, Sprecher von Wise, rät: «Wer vor dem Urlaub sparen will, sollte die aktuellen Wechselkurse im Blick haben und seine Franken rechtzeitig in die passende Währung tauschen oder ein Währungskonto nutzen. Vor Ort zahlen Reisende am besten immer in der lokalen Währung und vermeiden dynamische Währungsumrechnungen an Automaten oder Kartenlesegeräten – so bleibt das gesparte Geld wirklich im Portemonnaie.» (TI)