Steht ein Comeback von Air Berlin bevor?

Der Unternehmer Marcos Rossello führt neu eine Firma, die den Namen Airberlin Luftverkehrsgesellschaft mbH trägt – dies führt zu Spekulationen.
Marcos Rossellos Übernahme der Air Berlin Markenrechte sorgt für Spekulationen. ©Ostseezeitung/Montage: TRAVEL INSIDE

Hebt bald wieder eine Fluggesellschaft mit dem Namen Air Berlin ab? Der 57-jährige Sundair-Gründer und -Geschäftsführer Marcos Rossello hat sich 2023 die Marke Air Berlin gesichert.

Sundair gehört mehrheitlich dem deutschen Veranstalter Schauinsland Reisen. Nun ist Rossello neu auch Chef einer GmbH mit dem Namen Airberlin Luftverkehrsgesellschaft mbH trägt. Diese wurde im November 2023 im Handelsregister eingetragen. 

Das ist natürlich fruchtbarer Boden für verschiedenste Spekulationen um ein allfälliges Comeback der Traditionsmarke. Wie «Aerotelegraph» und «FVW» berichten, macht Rossello aber offenbar (noch) keine Anstalten, Aktivitäten in diese Richtung zu planen: Es sei ihm vorerst lediglich darum gegangen, sich die Markenrechte zu sichern, damit niemand anders diese übernehmen und unter dem Namen Air Berlin fliegen können.

Alles oder Nichts

Nichtsdestotrotz lässt der im Handelsregister eingetragene Aufgabenbereich der Gesellschaft Raum für Spekulation. Die Airberlin Luftverkehrsgesellschaft mbH könnte unter anderem auch eine Airline betreiben mit allem was dazugehört. Rossello selbst gibt sich bedeckt und will keine Details verraten: «Es gibt einige Ideen. Die Gesellschaft kann alles oder nichts machen.»

Schon als er sich im August 2023 die Markenrechte aus der Air Berlin-Insolvenzmasse gesichert hatte, äusserte er sich nicht dazu, was genau er damit vorhat. Er schloss lediglich definitiv aus, dass die Marken Sundair oder Flyair41 verschwinden und durch Air Berlin ersetzt würden, weil Sundair gut eingeführt sei. Dann passierte auch erstmal nichts mehr, bis eben Ende des Jahres der Handelsregistereintrag für Aufsehen sorgte. 

Es wurde schon häufiger versucht, gescheiterte Fluggesellschaften wieder aufleben zu lassen. 2017 gründeten drei Ex-Mitarbeiter der LTU mit LT You eine Art Nachfolgerin – abgehoben hat diese aber nie, sie hat es nicht über den Projektstatus hinaus geschafft. Die Markenrechte liegen heute bei einer Firma aus Essen, um unter dem bekannten Namen Rundflüge anzubieten. 

Man darf nun vorerst also weiter orakeln, was passieren wird – in diesem Jahr werde auf dem Gebiet nichts mehr passieren, so der Sundair-Chef – aber er befeuert die Spekulationen dann doch wieder selbst, in dem er vielsagend wissen lässt  «Aber wer weiss, wie es im kommenden Jahr aussieht?» (TI)