Streik des Flughafen-Sicherheitspersonals in Deutschland weitet sich aus

Die Gewerkschaft Verdi hat zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen in Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart aufgerufen.
Streik

Am Düsseldorfer Flughafen demonstrierten heute in den frühen Morgenstunden Hunderte Streikende lautstark mit Trillerpfeifen und Plakaten. «Annulliert» steht auf den Anzeigetafeln. Der Streik, der am Montag in Berlin Schönefeld und Tegel begann, weitet sich nun auch auf die Airports in Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart aus. Die Gewerkschaft Verdi fordert für das Sicherheitspersonal eine einheitliche Bezahlung von EUR 20 pro Stunde. Die ganztägigen Arbeitsniederlegungen könnten Folgen für rund 110’000 Fluggäste haben, schreibt die «fvw». In Stuttgart wurden 142 der rund 270 Starts und Landungen gestrichen, in Düsseldorf sogar rund 350 von 570 Flügen. Auch in Köln sollten zunächst 131 von knapp 200 Flügen ausfallen.

Verspätungen auch an anderen Flughäfen erwartet

Auch andere deutsche Flughäfen wappnen sich für Verspätungen. Auf den sozialen Medien rufen Flughäfen wie Leipzig/Halle oder Dresden Passagiere mit Buchungen in die betroffenen Städte dazu auf, sich bei ihren Airlines/Reiseveranstalter über den aktuellen Stand ihres Fluges zu informieren. Auch die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld rechnen mit Ausfällen und Verspätungen. Der Stuttgarter Flughafen warnte seine Fluggäste vor langen Wartezeiten. Sie sollten sich vorab informieren, mehr Zeit vor dem Abflug einplanen und möglichst wenig Handgepäck mitnehmen. An den drei Airports sind donnerstags normalerweise rund 1040 Flugbewegungen vorgesehen.  (TI)

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