
Seit dem Februar ist bekannt, dass die staatliche Holding Parpública einen Minderheitsanteil von TAP Air Portugal verkaufen will (TRAVEL INSIDE berichtete).
Unter den interessierten Käufern ist nebst Air France-KLM auch die Lufthansa Group, was nicht von allen Seiten positiv aufgenommen wird. Pedro Castro, Skyexpert Consulting und ehemaliger SAir-Mitarbeiter, äussert in seinem Feedback Bedenken an der Wirtschaftlichkeit und nennt Fragmentierung als Argument gegen den Lufthansa-Kauf.
Tarifverträge müssen stimmen
Wie mehrere Medien berichten, warnt nun auch die portugiesische Pilotengewerkschaft Spac vor einer vorschnellen Einwilligung zum Kauf der Lufthansa Group. Ausschlaggebend dafür war die anhaltenden Konfrontation zwischen der Fluggewerkschaft UFO und Vereinigung Cockpit mit der Lufthansa.
Die fehlende Einigung zwischen den Gewerkschaften und der Airline zu Arbeitsbedingungen und Tarifverträgen führte unter anderem zu mehrtägigen Streiks seitens der Pilot*innen und des Kabinenpersonals.
Spac hält die portugiesische Regierung an, die Bewertungskriterien der beiden Kaufinteressenten streng zu überprüfen. Dies betreffe Arbeitsbeziehungen, Tarifverhandlungen und den Umgang mit Arbeitnehmervertretern. Ansonsten, prophezeit die Spac, gerate Lissabon als attraktives Drehkreuz unter Druck. (TI)








