
Am Morgen des 26. August 2026 kam es an der Grenze zwischen dem Autonomen Gebiet Tibet in China und Nepal nordöstlich von Kathmandu zu einer verheerenden Flutwelle.
Bisher ist bekannt von drei Schweizer*innen, die im überfluteten Gebiet unterwegs waren. Zwei konnten gerettet werden. «Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut», heisst es hierzu in einer Mitteilung des EDA. Zu einer weiteren Schweizerin konnte bisher kein Kontakt hergestellt werden.
Das ist passiert
Auf Videos, die durch das Netz ziehen, sind riesige Schlamm- und Wassermassen zu sehen, die durch das Bhotekoshi-Tal fegen und dabei rennende Menschen, Busse, Brücken und Häuser unter sich begraben. Besonders betroffen ist der Bezirk Rasuwa. Die Flut traf unter anderem die Ortschaft Syabrubesi, die Ausgangspunkt einiger Trekkingrouten ist.
Über 1000 Menschen sowohl auf chinesischer als auch auf nepalesischer Seite werden bisher vermisst, über die Hälfte davon sind ausländische Tourist*innen. Zudem wurden über 160 Tote gezählt. Der grosse Teil der Vermissten stammt aus Indien, Grossbritannien und den USA, es sind auch einige Deutsche und Australier darunter.
Zweite Flutwelle erwartet
Die nepalesische Armee sowie die Polizei, medizinische Teams und das Rote Kreuz sind in den betroffenen Gebieten unterwegs. Der Zugang ist durch die Schlammmassen und die fehlenden Brücken erschwert. Auch einige Helikopter mussten umkehren, aufgrund des Wetters oder fehlender Landemöglichkeiten. Zudem sind Telefonverbindungen in die Ortschaften unterbrochen, was die Kommunikation erschwert. Bisher konnten knapp 100 Überlebende gerettet werden.
Es wird aktuell befürchtet, dass sich eine zweite Flutwelle bilden wird. An der chinesisch-nepalesischen Grenze hat sich ein See mit steigendem Wasserstand gebildet. Es besteht das Risiko eines Dammbruchs.
Warum kam es zur Sturmflut?
Der Auslöser für die Katastrophe ist aktuell noch unklar. Am Morgen des 26. August wurde eine Erschütterung der Stärke 4,4 gemessen, diese wird aber nicht als Erdbeben kategorisiert. Es gibt Hinweise darauf, dass das Beben stattdessen von einem Gletscherabbruch ausgelöst wurde. Die genauen Gründe müssen allerdings noch geklärt werden.
Bereits im Sommer 2025 verwüstete eine Flutwelle die Region, wobei mehrere Menschen starben.
Hinweise des EDA
Das EDA weist auf die Katastrophe vom 26. August 2026 hin und empfiehlt: «Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und bei Ihrem Reiseveranstalter über die Entwicklung der Lage und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden. Meiden Sie die betroffenen Gebiete und lassen Sie bei Trekking- und Reiseaktivitäten besondere Vorsicht walten.» (TI)








