
Wie die Airline mitteilt, ergaben die technischen Untersuchungen in Bangor (US-Bundesstaat Maine), dass ein Ladecase für Kopfhörer in einen Sitz gerutscht und dort eingeklemmt worden war. Das Gerät wurde dabei beschädigt, überhitzte und entwickelte Rauch. Die Cockpit-Crew hatte daraufhin vorsorglich eine Ausweichlandung eingeleitet.
Beim betroffenen Gerät handelt es sich um eine handelsübliche Aufbewahrungsbox mit integrierter Powerbank-Funktion zum Laden der Kopfhörer. Laut Swiss verdeutlicht der Vorfall die Risiken von elektronischen Geräten mit Lithium-Batterien, wenn diese beschädigt werden oder eine Fehlfunktion aufweisen.
Seit Anfang Jahr verschärftes Reglement
Die Airline erinnert deshalb an ihre seit Anfang Jahr geltenden Vorschriften für Powerbanks. Deren Nutzung an Bord ist untersagt. Elektronische Geräte dürfen während des Flugs nicht mit einer Powerbank geladen werden, ebenso ist das Aufladen der Powerbank selbst verboten. Pro Passagier sind maximal zwei Powerbanks erlaubt.
Diese müssen am Körper, in der Sitztasche oder im Handgepäck unter dem Sitz verstaut werden. Im aufgegebenen Gepäck oder im Handgepäckfach über den Sitzen sind sie nicht erlaubt. Dieselben Regeln gelten für E-Zigaretten.
Die Airline weist zudem darauf hin, dass Passagiere die Kabinenbesatzung umgehend informieren sollen, wenn sich ein elektronisches Gerät erwärmt, Rauch entwickelt, beschädigt wird oder unter einen Sitz fällt.
Die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter seien für den Umgang mit solchen Situationen speziell geschult. An Bord befinden sich zudem sogenannte ‘Lithium Safe Bags’, in denen überhitzte Geräte sicher verwahrt werden können.
Die Airline bedankt sich ausdrücklich bei der Crew von LX16. Sowohl Cockpit- als auch Kabinenbesatzung hätten gemäss den vorgesehenen Sicherheitsverfahren gehandelt. Eine Ausweichlandung sei bei unklarer Rauchentwicklung stets die sicherste Option.
Kein Feuer im Cockpit
Zudem stellt Swiss klar, dass Berichte über ein angebliches Feuer im Cockpit nicht zutreffen. Sichtbar gewesen sei ausschliesslich Rauch im vorderen Bereich der Business Class. Eine entsprechende Erstmeldung der US-Luftfahrtbehörde FAA sei kurz nach ihrer Veröffentlichung korrigiert worden. (TI)








