
Swiss reagiert auf die anhaltend unsichere Lage im Nahen Osten und setzt ihre Flüge nach Dubai bis einschliesslich 10. März aus. Die Verbindungen nach Tel Aviv bleiben sogar bis zum 22. März gestrichen. Die Sicherheit von Passagieren und Besatzungen habe für die Fluggesellschaft oberste Priorität, begründet Swiss den Entscheid.
Sonderflug von Muskat nach Zürich
Parallel dazu engagiert sich die Airline bei der Rückführung gestrandeter Reisender. Am Donnerstagmorgen (5. März 2026) startete ein ausserplanmässiger Sonderflug von Muscat im Oman nach Zürich. Die Landung erfolgte um kurz nach 14.30 Uhr Lokalzeit. An Bord des voll besetzten Airbus A340 waren 211 Passagiere – 205 Erwachsene und sechs Babys.
Dieser Flug sei innerhalb von weniger als 48 Stunden dank der Arbeit von rund 40 Mitarbeitende möglich gemacht worden, so Swiss. Teams aus Operations, Technik, Crewplanung und vielen weiteren Bereichen arbeiteten unter hohem Zeitdruck zusammen, koordinierten Abläufe, organisierten freiwillige Crews und stimmten sich mit Behörden ab.
Auch an Bord sei das Team bewusst breit aufgestellt gewesen, erklärt die Airline. Die Crew bestand aus zwei Captains, zwei Co-Piloten und zehn Flight Attendants. Zusätzlich reiste ein Mechaniker mit. Im Frachtraum hatte das Team vorsorglich einen Container mit wichtigen Ersatzteilen geladen, darunter auch Räder, um bei möglichen technischen Arbeiten in Muskat möglichst unabhängig handeln zu können. Die Crew war damit auf vieles vorbereitet, was eine solche Mission mit sich bringen kann. Bereits am Mittwochabend war die Besatzung mit dem Flugzeug in den Oman geflogen, um den Flug vorzubereiten.
Bei den Reisenden, die mit der Maschine zurück in die Schweiz fliegen konnten, handelte es sich einerseits um Gäste mit bestehenden Swiss-Tickets, die ihre Rückreise aufgrund der aktuellen Lage die Tage nicht antreten konnten. Andererseits konnten auch Schweizer Staatsangehörige, die ihren Aufenthalt im Oman beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) registriert hatten, einen Platz auf dem Flug buchen. Damit wollte die Airline insbesondere Schweizerinnen und Schweizern eine Rückkehrmöglichkeit bieten.
«Mit diesem Flug konnte Swiss einen konkreten Beitrag dazu leisten, den Betroffenen in dieser schwierigen Situation zur Seite zu stehen. Gerade in aussergewöhnlichen Situationen wie dieser ist es unser Anspruch, für unsere Kundinnen und Kunden und für die Schweiz da zu sein und Verantwortung zu übernehmen», erklärt die Airline.
Der Sonderflug erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Es handelte sich jedoch nicht um einen subventionierten Evakuationsflug, sondern um eine eigenständige Operation von Swiss.
Weiteres Vorgehen
Swiss betont, dass sie die Entwicklung in der Region laufend beobachte. Spezialistinnen und Spezialisten der Airline analysieren die Sicherheitslage fortlaufend und stehen im Austausch mit Behörden in der Schweiz sowie vor Ort. Eine Wiederaufnahme der Flüge werde geprüft, sobald die Situation als stabil und sicher beurteilt werden könne. Gleichzeitig evaluiert die Airline mögliche zusätzliche oder alternative Flugoptionen.
Betroffene Fluggäste können ihre Reise kostenfrei auf ein späteres Datum umbuchen oder sich den vollständigen Ticketpreis zurückerstatten lassen. Der Kundendienst der Airline steht für Fragen rund um die Uhr zur Verfügung. (TI)








