
Am Tisch sassen am 14. April 2026 sechs Repräsentant*innen aus Tennessee und zehn Vertreter*innen aus der Schweizer Reisebranche.
Die Delegierten aus dem Musik-Staat der USA hatten zu einem Tennessee-Lunch eingeladen, um die Gäste von der Region, dem Essen und der Musik zu begeistern. Diese Mission war eine Herzensangelegenheit, wie schnell klar wurde: Mit aus den USA hatten sie Singer-Songwriter Pryor Baird mitgebracht, welcher ein Privatkonzert für alle Anwesenden gab.

Der Lunch fand im Yardbird Southern Fried Chicken statt, wo frittierte Chicken Wings mit vier Sorten von Marinade aufgetischt wurden: Speck-Honig, Buffalo Sauce, Nature und scharfes Nashville Hot. Zur Vorspeise gab es frittierte Essiggurke sowie frittierte Hühnerhaut – das Meiste für die anwesenden Reiseprofis ein Novum.
Tennessee der Musikstaat
Die USA-Reisen laufen noch immer harzig, wie man vor Ort von den Reiseprofis mitbekommt. Viele Kund*innen wollen lieber nach Kanada reisen. Es gebe trotzdem noch immer Kundschaft, die konkret in den USA Ferien machen wolle – und die dank wenig Reisenden sogar von kurzen Wartezeiten bei der Immigration profitiere.
Und der Südstaat hat einiges zu bieten, wie die Delegation aus Tennessee nahebringt. Tennessee ist als Musik-Hotspot bekannt, die Stars wie Dolly Parton und Elvis Presley mitprägten. «Es ist die Musik, die uns von anderen Staaten abhebt», betont Margaret Fuqua von Tennessee Tourism. In der Hauptstadt Nashville gebe es nicht nur an jeder Ecke eine Band, sondern auch auf mehreren Stockwerken gleichzeitig, und eine Vielzahl an Musik-Museen und Locations.
Vor Ort waren Kristi Driver von der Grand Ole Opry und Dana Romanello von der Country Music Hall of Fame and Museum in Nashville. Die Opry ist Konzerthalle und Radiostudio zugleich, und wird live während des Konzerts aufgenommen. Um dort auftreten zu dürfen, müssen die Musiker*innen im Voraus ein Vorspiel bestehen. So auch Pryor Baird.
In der Country Music Hall of Fame werden grosse Musiker*innen ausgestellt, und sogar die handgeschriebenen Lyrics der Künstler*innen gezeigt. Es werden sowohl in der Country Music Hall of Fame and Museum als auch in der Grand Ole Opry auch Führungen angeboten.
Die Singer-Songwriter treten in Nashville aber nicht nur auf der Bühne oder in Geschichtsbüchern auf, sondern versammeln sich auch in Cafés und tauschen sich aus. Dazu gehören Locations wie das Listening Room Café, Imagine Recordings, das Bluebird Café (wo Taylor Swift entdeckt wurde), und die Gibson Garage.
Zur Musik gibts für den Magen nebst Fried Chicken auch Whisky: Den Jack Daniels. Und für die Whisky-Begeisterten empfiehlt sich der Whisky Trail in Nashville, der zu verschiedenen Destillerien führt, und zur Geschichte des Whiskys.
Memphis
Thomas Vogler von Memphis Tourism empfiehlt, unbedingt die Stadt am Mississippi River zu besuchen. Zu seinen Highlights gehört der Civil Rights Tail, welcher unter anderem zum Civil Rights Museum führt. Das Museum wurde erst 2026 um einen zusätzlichen Teil erweitert.
Aber Vogler betont: «Eigentlich geht man wegen der Menschen nach Memphis.» Und: für den Magen. Memphis sei bekannt für die ‘dry rub ribs’ sowie für das Arcade Restaurant, wo Elvis Presley gespiesen hat. Dort steht sein Signature-Sandwich auf der Menu-Karte und man kann an seinem Lieblingsplatz sitzen.
Für Elvis- ebenso wie Nicht-Elvis-Fans empfiehlt Vogler einen Besuch im Graceland, das Anwesen des Künstlers. Man solle Zeit einrechnen – zwei Stunden hätten ihm bei seinem Besuch nicht gereicht. Auch das Rock ‘n’ Soul Museum sei empfehlenswert, sowie das Memphis Art Museum, das nach Renovationen im Dezember 2026 wiedereröffnet werden soll, und zwar sechsmal grösser als bisher.
Für Outdoor-Begeisterte
Tennessee präsentiert sich aber nicht nur als Musikstaat, sondern auch Outdoor-Aktivitäten sind beliebt. Wie Margaret Fuqua erzählt, ist der Great-Smoky-Mountains-Nationalpark, welcher sich über den Osten von Tennessee und North Carolina erstreckt, einer der einzigen in den USA, der keine Eintrittsgebühr verlangt.
Ein Besuch im Nationalpark eigne sich nicht nur für Wanderer*innen, wie Fuqua betont. Es gebe auch andere spannende Aktivitäten für Outdoor-Begeisterte, darunter eine drei Minuten lange Zipline und Helikopter-Touren.
Im Westen von Tennessee gibt es ab 2026 eine neue Attraktion: die Glühwürmchen im Tennessee’s Anakeesta Park. Die immersive Installation benutzt Lichter und Sound, um das Leuchten von Glühwürmchen zu imitieren, und macht das Phänomen das ganze Jahr über zugänglich.(AT)








