Hotelplan Suisse schreibt schwarze Zahlen

Mehr Kunden buchen Klimakompensation dazu.
Hotelplan Suisse v.l. Tim Bachmann, Director Touroperating Travelhouse, Nicole Pfammatter, Director Dyna & Package, Daniel Bühlmann, COO Hotelplan Suisse

Obwohl das Buchungsverhalten der Schweizerinnen und Schweizer Anfang dieses Jahres verhalten gestartet ist, schliesst der Schweizer Reiseveranstalter Hotelplan Suisse das vergangene Geschäftsjahr (bis 31. Oktober) mit schwarzen Zahlen ab. Den nicht bezifferten Gewinn fuhr der Veranstalter dank besserer Margen ein, wie COO Daniel Bühlmann sagte. Umsatz und Passagierzahlen seien unter die Vorjahreswerte gefallen, das heisst weniger als CHF 601 Mio. Umsatz und weniger als 510’000 Passagiere.

Der Buchungsstau habe sich im Verlauf des Jahres jedoch gelöst. «Besonders bei den Reservationen für die Herbstferien konnten wir zulegen», erklärte Daniel Bühlmann, COO Hotelplan Suisse am Dienstag vor den Medien. Ausserdem sei ein Trend zu höherwertigen Reisen zu beobachten, sagte Tim Bachmann, Director Touroperating Travelhouse.  «Der Kunde gönnt sich mehr», stellte er fest. Etwa bei den Ausflügen oder den Transfers. Das Massengeschäft dagegen, die Pauschal- und Badeferien, verbesserte seine Marge hingegen hauptsächlich durch Nachverhandlungen der Einkaufspreise, wie Nicole Pfammatter, Director Dyna und Packages, sagte.

Für die kommende Wintersaison 2019/2020 sowie die Sommersaison 2020 sehe die Tendenz ebenfalls positiv aus. Besonders beliebte Destinationen seien Ägypten (Hurghada) und Finnland (Kittilä). Wer einen längeren Flug auf sich nimmt, reist auf die Malediven oder Mauritius, nach Dubai, in den Oman, nach Cancun oder Australien.

Auch die ersten Buchungen für den Sommer 2020 seien bereits eingegangen. «Wir stellen fest, dass nebst den herkömmlichen Badeferien die Erlebnisreisen sehr gefragt sind. Unsere Kunden möchten während ihrer Ferien etwas erleben und suchen das gewisse Etwas», so Daniel Bühlmann. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass wie bereits im Vorjahr Zypern, die griechischen Inseln, Tunesien sowie Spanien zu den Top-Destinationen gehören werden. Im Individualreise-Bereich werden voraussichtlich Skandinavien sowie die USA und Kanada weiter zulegen.

Trend zu nachhaltigem Reisen

Auch die Klimadebatte ist laut Hotelplan Suisse spürbar: «Aktuelle Zahlen zeigen deutlich, dass die Kundschaft von Hotelplan Suisse klimabewusster wird. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2018/2019 bei 28% der Buchungen in den Filialen der Flug via myclimate kompensiert. Im Vorjahr waren es noch 25%. Dieser Trend wird anhalten», erklärte Daniel Bühlmann überzeugt. Bei den Online-Buchungen dagegen liegt die Quote der Kompensationen bei nur 1%, bedauerte Nicole Pfammatter.

Um dem klimabewussten Reisen gerechter zu werden, nimmt Hotelplan Suisse verschiedene neue Produkte ins Portfolio. So hat die Marke Hotelplan zum Beispiel den Katalog «Bahn frei für schöne Ferien» lanciert mit 80 Reisen ausschliesslich mit dem Zug. Nach dem Flyer mit Bahnreisen vom letzten Jahr mit sechs Seiten umfasst das Angebot nur 24 Seiten.«Es ist aber nicht so, dass uns sie Leute die Bude einrennen», räumte Nicole Pfammatter ein. Die Bahnreisen werden die Flugreisen nicht überholen. Das stärkste Wachstum finde nach Paris statt.

Weiter plant Hotelplan Suisse mit der Marke Travelhouse sogenannte E-Mobility-Reisen auf den Markt zu bringen – so zum Beispiel eine Reise mit dem Elektroauto durch Italien. «Bei diesen Reisen soll das Erlebnis und der Genuss im Vordergrund stehen. Wir möchten unseren Kunden aufzeigen, dass man auch auf nachhaltige Art und Weise die Welt entdecken kann», so Bühlmann.(CM)

Weitere Berichte zu Hotelplan Suisse in der nächsten Print-Ausgabe von TRAVEL INSIDE. 

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