Mitarbeiter von Thomas Cook demonstrieren auf Mallorca

Sie suchen seit Wochen täglich ihre Arbeitsplätze auf – ohne Arbeit zu haben und in völliger Unkenntnis, ob sie ihre Löhne erhalten werden.

Vor einer Woche vermeldete Thomas Cook Deutschland, dass sämtliche Reisen für 2020 abgesagt würden – egal, ob die bereits bezahlt wurden oder nicht. Dazu gehören die Veranstaltermarken Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin sowie über die Schweizer Marke Thomas Cook International gebuchte Trips. Nachdem die britische Mutter Pleite gegangen war, hatte die deutsche Thomas Cook am 25. September einen Insolvenzantrag gestellt.

Mitarbeiter machen ihrer Wut Luft

Nicht nur die Kunden sind hiervon betroffen, sondern auch zahlreiche Mitarbeiter von Thomas Cook rund um den Globus. Und da macht sich Unmut breit. So demonstrierten am vergangenen Mittwoch bereits zum zweiten Mal Angestellte von Thomas Cook auf Mallorca. Die gesamte Tourismusbranche auf der Balearen-Insel muss nun die schweren Konsequenzen der Konzern-Pleite tragen. Die rund 500 Mitarbeiter sind über die Art der Pleite-Abwicklung aufgebracht und machten ihrer Wut über die arbeitsrechtliche Situation am Firmensitz in Palma Luft.

Denn die Mitarbeiter von Thomas Cook suchen seit Wochen täglich ihre Arbeitsplätze auf – ohne Arbeit zu haben und in völliger Unkenntnis, ob sie ihre Löhne erhalten werden. Solange die arbeitsrechtliche Situation und die mögliche Abfindung nicht geklärt sei, könnten sie sich auf keine andere Stelle bewerben, so die Kritik. (TI)

Drucken