Thomas Cook: Diskussionen um Fankhausers Salär

Die Aktionäre rebellieren gegen den Vergütungsplan – der Konzern lenkt ein.
Thomas-Cook-CEO Peter Fankhauser am Swiss Travel Day 2015. (Foto: Armin Grässl)

Die Thomas Cook Group ist solide ins neue Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal, das von Oktober bis Dezember 2016 dauerte, resultierte zwar ein operativer Verlust von GBP 49 Mio. (CHF 61 Mio.). Dies ist für einen Veranstalter mit starkem Fokus aufs Sommergeschäft aber nichts Aussergewöhnliches und entspricht auch exakt dem Vorjahresergebnis. Der Umsatz hingegen konnte um 1% auf GBP 1,62 Mia. (CHF 2,03 Mia.) gesteigert werden, mit Wachstum in Griechenland, Spanien und den Ferndestinationen. Das Wachstum geschah vor allem im Quellmarkt UK. In Deutschland hat man derweil Mühe mit dem starken Wettbewerbsdruck auf die konzerneigene Airline Condor.

Mehr als der Jahresstart gaben an der gestrigen Aktionärsversammlung aber die Saläre des Managements zu reden, allen voran der Lohn des Schweizer Konzern-CEO Peter Fankhauser. Konkret ging es um den «Strategic Share Incentive Plan», der gemäss dem englischen «Telegraph» für Fankhauser einen möglichen Bonus von 225% seines Grundgehalts vorgesehen hätte. Sein letztjähriges Grundgehalt betrug übrigens GBP 703’800 (CHF 880’000), inklusive Bonus kam er auf ein Salär von GBP 1,2 Mio. (CHF 1,5 Mio.). Nachdem sich rund ein Drittel der Aktionäre dagegen ausgesprochen hatten, entschied der Vergütungsausschuss, im laufenden Geschäftsjahr diesen Incentive Plan auszusetzen und die Bonuszahlungen in Zukunft zu begrenzen.

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