Alitalia-Rettung: Easyjet winkt ab

Es wird nichts aus dem Konsortium von Delta und Ferrovie dello Stato.
Alitalia Boeing B777

Easyjet hat sich zum Rückzug aus den Gesprächen rund um die Rettung von Alitalia entschlossen. Dies teilte das Unternehmen gestern mit. Eigentlich wollte der Billigflieger zusammen mit dem staatlich kontrollierten italienischen Bahnunternehmen Ferrovie dello Stato und Delta Air Lines ein Konsortium gründen, um die italienische Airline zu retten. Italien bleibe für Easyjet jedoch nach wie vor ein Schlüsselmarkt, hiess es weiter. Man werde weiterhin in die drei Stützpunkte in Mailand, Neapel und Venedig investieren, zitiert die «FVW».

Dies ist ein herber Rückschlag für die Bemühungen, Alitalia wieder auf finanziell gesunde Beine zu stellen. Alitalia hatte im Mai 2017 Insolvenz angemeldet und fliegt seither dank eines 900-Millionen-Euro-Brückenkredits der Regierung weiter. Lufthansa hatte ursprünglich zwar ebenfalls Interesse angemeldet, doch käme eine Beteiligung an einem vom italienischen Staat kontrollierten Unternehmen nicht in Betracht, so Lufthansa-CEO Carsten Spohr. Wie es nun mit dem defizitären italienischen Carrier weitergeht, ist völlig offen. (TI)

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