Careport legt Beschwerde gegen Flughafen-Entscheid ein

Geht es nach dem Flughafen Zürich, sollen Passagiere mit eingeschränkter Mobilität (PRM) ab 2020 von der Firma Goldwings betreut werden.
©Swissport

Der Flughafen Zürich hat den Auftrag für die Betreuung von Passagieren mit eingeschränkter Mobilität (PRM-Dienstleistungen) dem bisherigen Anbieter Careport entzogen und neu an die Firma Goldwings vergeben, wie TI berichtete. Gegen diesen Entscheid hat die Swissport-Tochtergesellschaft vergangenen Freitag beim Verwaltungsgericht Zürich Beschwerde eingelegt, sagt Careport-Pressesprecherin Nathalie Berchtold auf Anfrage. «Zu unseren Beweggründen möchten wir uns im laufenden Verfahren nicht äussern», sagt Berchtold. Für die rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nur noch eine Jobgarantie bis Ende Jahr haben, geht die Unsicherheit weiter: Mit einem Entscheid der Richter rechnet Careport erst in einigen Monaten.

PRM-Zahlen stark angestiegen

Der Wechsel von Careport zu Goldwings soll nach den Plänen des Flughafens auf den 1. Januar 2020 erfolgen. Die Aktionäre von Goldwings setzen sich aus Personen der Firmen Airline Assistance Switzerland (AAS) und der griechischen Goldair Handling zusammen. Careport hat letztes Jahr 252’000 Passagiere betreut. Seit der Umsetzung der EU-Verordnung über die Rechte von behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität aus dem Jahr 2009 ist die Zahl der zu betreuenden Fluggäste an allen europäischen Flughäfen stark angestiegen. Die Regelung besagt, dass keine Person aufgrund ihrer körperlichen Verfassung im Luftverkehr benachteiligt werden darf. Für die PRMs ist der Service kostenlos. Er wird über die Flughafengebühren finanziert. (TI)

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