Das sind die Herausforderungen der Schweizer Luftfahrt

Beim Austausch im Rahmen der «Plattform Luftfahrt Schweiz» stand die Revision des CO₂-Gesetzes im Vordergrund.
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Unter der Leitung von Bundesrätin Simonetta Sommaruga haben am 19. September Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Luftfahrt in Bern über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen ihrer Branche diskutiert. Beim Austausch im Rahmen der «Plattform Luftfahrt Schweiz» standen der Geschäftsgang der einzelnen Luftfahrtunternehmen und die Revision des CO₂-Gesetzes im Vordergrund.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Luftfahrtbranche legten dar, wie sich das Fluggeschäft seit der letzten Plattform im Mai 2021 entwickelte. Engpässe beim Personal und steigende Energiepreise fordern die Luftfahrt weiterhin.

Zur Sprache kam zudem die Rolle nachhaltiger Flugtreibstoffe (SAF). Der Bundesrat schlägt im revidierten CO₂-Gesetz eine Beimischquote und eine Förderung von SAF vor. Die Luftfahrtvertreterinnen und -vertreter unterstützen die Revision des CO₂-Gesetzes grundsätzlich. Sie wiesen unter anderem darauf hin, dass bei der Umsetzung darauf zu achten sei, dass es nicht zu Wettbewerbsverzerrungen gegenüber dem Ausland komme. Sie sicherten Bundesrätin Sommaruga zudem ihre Unterstützung für das Netto-Null-Ziel bis 2050 zu.

Die UVEK-Vorsteherin würdigte dieses Bekenntnis und ermunterte die Luftfahrtbranche, mit den bereits laufenden freiwilligen Klima-Projekten fortzufahren. Bundesrätin Sommaruga machte deutlich, dass sie sich für eine ambitionierte, mindestens an die EU angelehnte Regelung zur Einbindung des Flugverkehrs beim Klimaschutz einsetzen werde.

Aus aktuellem Anlass wurde überdies eine mögliche Strommangellage angesprochen, die auch die Landesflughäfen betreffen würde. Bundesrätin Sommaruga appellierte an die Branche, ihre Sparanstrengungen fortzusetzen. (TI)