Etihad will nicht erneut in Jet Airways investieren

«Ungeklärte Haftungsfragen» bei der insolventen Airline seien der Grund.

Der Golfcarrier Etihad, welcher 24% der Anteile an Jet Airways hält, liess am Montag verlauten, dass man sich entschieden hat, nicht wieder in die Fluggesellschaft zu investieren, weil noch ungeklärten Haftungsfragen betreffend der Insolvenz von Jet Airways bestünden. Deshalb werde Etihad davon absehen, einen Expression of Interest (EOI) einzureichen, um in Jet Airways zu reinvestieren.

Jet Airways musste am 17. April den Flugbetrieb einstellen und befindet sich seitdem in einem Insolvenzverfahren. Mindestens drei Unternehmen haben erste Angebote für die Fluggesellschaft abgegeben. «Seitdem hat Etihad konsequent und konstruktiv Lösungen gesucht und weiterentwickelt, um die Probleme von Jet zu lösen», teilte die Fluggesellschaft in einer Erklärung mit. «Aber als Minderheitsaktionär hatte Etihad nur begrenzte Kapazitäten, um die Probleme von Jet Airways zu beheben.» Etihad hatte – wie schon bei Air Berlin oder Alitalia – mit ihrer Beteiligung an Jet Airways massiv Geld verloren.

Anfang des Jahres präsentierte Etihad eine bedingte Interessenbekundung, um in Jet als Minderheitsaktionär mit einem Partner zu reinvestieren, aber dies gelang nicht. Die Fluggesellschaft fügte hinzu, dass ihre Entscheidung, keine EOI einzureichen, das «anhaltende Engagement» von Etihad gegenüber Indien nicht beeinträchtigt. Etihad fliegt von Abu Dhabi aus zehn Ziele in Indien an. (TI)

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