Germania: Dritter Flieger soll «in den nächsten Tagen» zur Flotte stossen

Trotzdem kann der Ferienflieger den Sommerflugplan nicht wie geplant aufrechterhalten. Sieben Ziele werden gestrichen.
Germania Flug AG

Dass Germania mit massiven operationellen Problemen zu kämpfen hat, ist bekannt. Dass zur Zeit nur noch zwei Maschinen eingesetzt werden, verschärft die Situation zusätzlich (siehe TI von heute). Nun meldete sich Verwaltungsrat Urs Pelizzoni im «Aerotelegraph» zu Wort und erklärte die Umstände. So sei das Umschreiben des Leasingvertrags des Airbus A321 auf Germania Schweiz «rechtlich heikel» gewesen, da britisches Recht ins Spiel gekommen sei. «Deshalb gaben wir ihn zurück». Als Ersatz soll nun «in den nächsten Tagen» ein weiterer A319, vormals bei Germania Deutschland im Einsatz, zur Flotte stossen.

Aus vier Maschinen für den Sommer werden drei

Ursprünglich plante Germania mit vier Maschinen für den Sommer 2019. Das vorübergehende Grounding der Boeing-Max-Flotte machte dem Management jedoch einen Strich durch die Rechnung. Denn plötzlich sind Leasing-Maschinen nun Mangelware, und die Preise hierfür hätten sich, so Pelizzoni, verdoppelt und verdreifacht. Also fliegt der Ferienflieger nun mit drei Maschinen.

Sieben Destinationen ersatzlos gestrichen

Nicht ohne Konsequenzen: Mit Agadir, Fuerteventura, Funchal, Ibiza, Korfu, Las Palmas und Tirana wurden sieben Destinationen ersatzlos gestrichen. «Zudem haben wir Frequenzen ausgedünnt – so fliegen wir nur vier Mal pro Woche nach Palma statt neun Mal», sagte Pelizzoni dem «Aerotelegraph». Die Kundenbeschwerden zu den vielen gestrichenen Rotationen liessen denn auch nicht lange auf sich warten. Stein des Anstosses: Bei Germania sei schlicht niemand erreichbar. «Die Migration aller Daten war ein gigantisches Projekt. Dies hat nicht überall fehlerlos geklappt, wir sind aber auf der Zielgeraden», entschuldigte sich Pelizzoni. (TI)

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