Germania: «Wir sind nun zu hundert Prozent in Schweizer Hand»

Verwaltungsrat Urs A. Pelizzoni und CEO Tobias Somandin ziehen auch einen Markenwechsel in Betracht.
CEO Tobias Somandin (l.) und Urs A. Pelizzoni, Verwaltungsrat der Germania Flug AG.

Das Management der Germania Flug AG lud heute Morgen zu einer Medieninformation, um den aktuellen Stand der Schweizer Fluggesellschaft nach der Pleite ihrer deutschen Minderheitsaktionärin zu erläutern und Klarheit betreffend ihrer Zukunft zu schaffen. Verwaltungsrat Urs A. Pelizzoni und CEO Tobias Somandin stellten sich hierbei den Fragen der zahlreich angereisten Medienvertreter.

«Wir sind seit Mitte Februar zu hundert Prozent in Schweizer Hand. Über die Details des Aktionariats wurde Stillschweigen vereinbart», erläuterte Somandin. «Wir haben einen wichtigen Schritt getan und halten an unserem Versprechen fest, unseren Flugbetrieb in der Schweiz planmässig und stabil aufrecht zu erhalten. Wir sind auf Kurs.»

Neuer Brand nicht ausgeschlossen

Verschiedene Prozesse seien derzeit noch im Gange. Dienstleistungen, welche bisher in Berlin erbracht wurden, würden künftig entweder in die eigenen Strukturen eingegliedert oder an entsprechende Partner ausgelagert – die Gespräche und Verhandlungen seien derzeit am Laufen. Interessant: Einen neuen Brand schliesst das Management der Germania nicht aus: «Ein Markenwechsel sowie eine Anpassung des Erscheinungsbilds sind weitere Schritte in unserem Transformationsprozess», bestätigt Somandin. Schliesslich ist Germania Schweiz rein optisch nicht von ihrer Schwestergesellschaft aus Deutschland zu unterscheiden. Aber: «Ein Rebranding kann nicht von heute auf morgen passieren.»

Winter- und Sommerprogramm sind fix

Am laufenden Winterprogramm sowie am Sommerflugplan 2019 hält Germania fest. Im Charter-Bereich baut die Airline gar noch aus: Sie übernimmt zukünftig als Vollcharter die Flüge von Air Prishtina ab Basel. Auch im Hinblick auf das angekündigte Wachstum bleibt die Airline bei ihren Prognosen: «Der Ausbau der Kapazitäten im Sommer bleibt wie gehabt. Eine Leasingflotte gibt uns die Flexibilität, uns den Anforderungen unserer Kunden und Partnern anzupassen», so Pelizzoni.

Die Hintergründe zum Vorgehen von Germania lesen Sie morgen im neuen TRAVEL INSIDE. (ES)

 

 

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