Gewinneinbruch bei der SBB

Die SBB hat 2015 täglich rund 1,21 Mio. Passagiere befördert, ein Rekordwert. Der Konzerngewinn verringerte sich jedoch um CHF 127 Mio. auf CHF 246 Mio.

Die SBB hat 2015 täglich rund 1,21 Mio. Passagiere befördert, ein Plus von 2,7% im Vorjahresvergleich und erneut ein Rekord, wie das Unternehmen mitteilt. Der Konzerngewinn verringerte sich jedoch um CHF 127 Mio. auf CHF 246 Mio. Ohne Auswirkungen der Frankenstärke wäre das Ergebnis rund CHF 80 Mio. höher ausgefallen, erklärt die SBB. Die Cargo-Sparte verzeichnete einen Verlust von CHF 22 Mio. Das Ergebnis des Personenverkehrs stieg auf CHF 131 Mio. (Vorjahr: CHF 104 Mio.).

Mit dem Programm «Railfit20/30» will die SBB das Kostenniveau bis 2020 gegenüber 2014 um CHF 550 Mio. und bis 2030 um CHF 1,75 Mia. senken, teilt das Bahnunternehmen mit. Man plane, bis Ende 2020 mindestens 900 Stellen abzubauen. Wo nötig würden aber Stellen aufgebaut, z.B. beim Lokpersonal, bei Ingenieuren oder für Innovationen.

SBB-Kunden werden digitaler
Immer beliebter würden die SBB-Mobile-Tickets: 2015 kauften SBB-Kunden täglich rund 34’000 Tickets via Smartphone-App – über 40% mehr als im Vorjahr. Am Schalter wurden 19,8 Mio. Billetts verkauft, rund 1 Mio. weniger als 2014. Die Kundenbedürfnisse seien im Wandel, so die SBB. Man passe sich laufend an. Per Ende 2015 hatte sich die SBB aus dem Reisebürogeschäft zurückgezogen, weil die Nachfrage u.a. wegen Online-Buchungen rückläufig war. Die zu tiefe Nachfrage führe auch zur Schliessung der Business-Points in Bern und Genf per Ende März 2016. Auch das künftige Bahncatering habe man wegen verändertem Konsumverhalten in Zügen und steigender Verpflegung in Bahnhöfen neu konzipiert. Der jährliche Verlust in diesen drei Geschäftsfeldern betrug laut SBB rund CHF 20 Mio.