Immer weniger Gepäck geht verloren

Die Quote von fehlgeleitetem Gepäck ist auf einem Allzeit-Tiefststand. Trotzdem kostet es die Industrie immer noch über USD 2 Mia.
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Die Luftfahrtbranche hat im Jahr 2015 einen neuen positiven Rekord bei fehlgeleitetem Gepäck verbuchen können. Laut dem gestern veröffentlichten Baggage Report 2016 des Luftfahrt-IT-Anbieters SITA hat sich die Rate von fehlgeleitetem Gepäck auf 6,5 Gepäckstücke pro tausend Passagiere reduziert. Das sind 10,5% weniger als im Vorjahr und weniger als die Hälfte im Vergleich zum Jahr 2003. «Die Gepäckstatistiken für 2015 sind sehr ermutigend. Allerdings kostet fehlgeleitetes Gepäck die Industrie noch immer rund USD 2,3 Mia. Das sind zwar fast 4% weniger als im Vorjahr, aber die Summe zeigt auch, dass sich die Branche weiterhin auf eine Verbesserung der Gepäckabfertigung konzentrieren muss», erklärt SITA-CEO Francesco Violante.

Gemäss dem Report reisten im letzten Jahr 3,5 Milliarden Passagiere per Flugzeug und eine Kehrtwende ist nicht in Sicht. «Die Erhöhung des Fluggastaufkommens vergrössert den Druck auf Infrastruktur, Ressourcen und Gepäckabfertigungssysteme. Die Branche reagiert darauf mit Änderungen in der Gepäckabfertigung», so Violante. Die International Air Transport Association (IATA) habe Fluglinien bereits aufgefordert, das Gepäck-Tracking zu verbessern: Laut IATA-Resolution 753, die Fluglinien bis Juni 2018 umsetzen sollen, müssen Gepäckstücke an jedem Punkt der Reise verfolgt werden können.

Der SITA-Report zeigt darüber hinaus ein starkes Wachstum bei der Nutzung von Self-Service-Gepäckangeboten. Etwa 40% der Airlines und Flughäfen bieten schon heute die Möglichkeit zum eigenen Ausdrucken von Gepäcketiketten an Stationen im Flughafen. Diese Zahl soll sich bis 2018 auf rund 75% erhöhen.

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