Rekordmonat am Flughafen Zürich: Der Greta-Effekt bleibt aus

Im April sind 2,72 Millionen Passagiere über den Flughafen geflogen. Auch die Swiss beförderte mehr Gäste.
Gute Zahlen für die meisten Airlines

Der Eindruck an Ostern in den überfüllten Hallen des Flughafens hat nicht getäuscht, nun beweisen es auch die Zahlen: Im April 2019 sind 2,72 Mio. Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Das entspricht einem Plus von 0,9% gegenüber derselben Periode des Vorjahres. Die Anzahl Lokalpassagiere sank im April 2019 um 0,6% auf 1,95 Mio. Der Anteil der Umsteigepassagiere lag bei 28,3% (+1,1 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr) und die Zahl der Umsteigepassagiere stieg um 4,9% auf 770’584. Die durchschnittliche Auslastung pro Flug liegt mit 131,8 Fluggästen und 0,4% ganz leicht unter dem Vorjahresniveau.

Auch die Swiss hat ihre Monatszahlen für den April bekannt gegeben, sie beförderte total 1,65 Mio. Passagiere, was einer Zunahme von 3,2% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch die Anzahl der durchgeführten Flüge stieg im April um 5,2% auf total 12’957.

Es wird munter weiter geflogen

Von einem Greta-Effekt ist also zumindest in der Schweiz nichts zu spüren. Der «Tagesanzeiger» schreibt, dass die gestiegenen Passagierzahlen umso bemerkenswerter seien, wenn man bedenke, dass die Lufthansa-Tochter im letzten Jahr ein absolutes Rekordjahr ablieferte. Trotz Klimastreiks und «Fridays for future» erfreue sich das Fliegen ungebrochener Beliebtheit. Die Internationale Luftverkehrsvereinigung (Iata) geht davon aus, dass bis ins Jahr 2037 8,2 Mia. Flugpassagiere unterwegs sein werden. Das wäre im Vergleich zu heute rund das doppelte. Derweil diskutiert der Zürcher Kantonsrat darüber, ob Zürich wie bereits eine Reihe anderer Städte und Länder den Klimanotstand ausrufen soll. (TI)

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