Schweiz verlangt mehr Passagierdaten

Auf neun zusätzlichen Routen gibt es ab Oktober eine Meldepflicht.
© Eidgenössische Zollverwaltung

In der Outgoing-Reisebranche interessiert meist, welche anderen Länder Passagierdaten von den Schweizer Reisenden fordern. Es geht aber auch umgekehrt: Auch die Schweiz verlangt Passagierdaten von Reisenden aus dem Ausland, und sie weitet diese Meldepflicht nun noch aus. Das Staatssekretariat für Migration verpflichtet die Airlines, künftig auch bei Flügen aus folgenden Destinationen die Daten zu melden:

Algier, Belgrad, Johannesburg, Kairo, Kapstadt, Montreal, Rio de Janeiro, Toronto und Tunis.

Damit will der Bund Grenzkontrollen verbessern und rechtswidrige Einreisen bekämpfen. Die Daten müssen unmittelbar nach dem Abflug weitergegeben werden. Die erweiterte Meldepflicht gilt voraussichtlich ab dem 29. Oktober, also ab Beginn Winterflugplan. Bereits heute existiert eine Meldepflicht von Passagierdaten auf Flügen aus folgenden Destinationen in die Schweiz:

Abu Dhabi, Casablanca, Dar es Salaam, Doha, Dubai, Hongkong, Istanbul, Marrakesch, Moskau, Mumbai, Muskat, Nairobi, Neu-Delhi, Peking, Pristina, Sao Paulo, Shanghai und Singapur. (SJ)

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