Swiss verlangt nun auch noch ADM-Bearbeitungsgebühr

Per 1. April werden dafür 20 Schweizer Franken fällig.
©Swiss

Per 1. April 2019 «harmonisiert» der Lufthansa-Konzern die Gebühren für die Agency Debit Memos (ADMs). Zurzeit seien die Fluggesellschaften der Gruppe sehr heterogen aufgestellt – bezüglich der Höhe, der Bearbeitungsgebühren und der Upload-Frequenz, ist dem Swiss-Agent-Newsletter zu entnehmen. Die Swiss erhob bis dato gar keine Bearbeitungsgebühr.

Ab dem 1. April gelten nun folgende ADM-Gebühren:

  • Swiss: Einführung einer ADM-Gebühr von CHF 20
  • Lufthansa: Die ADM-Gebühr steigt von CHF 10 auf CHF 20
  • Brussels Airlines: Die ADM-Gebühr steigt von CHF 15 auf CHF 20
  • Austrian Airlines: Die ADM-Gebühr bleibt zunächst bei CHF 35 (aufgrund «unterschiedlicher interner Absprachen» wird diese später angepasst)
Ziel ist die Reduzierung der ADMs 

Die Harmonisierung hatte Jürg Christen, Head of Sales Switzerland bei der Swiss, bereits im November 2018 in einem Gespräch mit TI angekündigt: «Es ist unser Ziel, durch verschiedene Massnahmen ADM bedeutend zu verringern. Dazu soll einerseits  die Harmonisierung und Standardisierung innerhalb der LH Group beitragen, andererseits sollen bestehende Lücken frühzeitig erkannt und geschlossen werden. Die Prozesse für die Agenten sollen so vereinfacht  werden.»

In Zukunft werden auch Korrekturen für mehrere Tickets in einem ADM («aggregierter ADM») abgebucht und einmal täglich über den BSP-Link hochgeladen. Einzig im Falle von Brussels Airlines werden die ADMs weiterhin nur einmal im Monat als «aggregierter ADM» hochgeladen.

Die allgemeinen ADM-Richtlinien der Fluggesellschaften der Lufthansa Group bleiben unverändert. Die angepassten ADM-Gebühren werden in der nächsten Ausgabe der Booking & Ticketing Policy enthalten sein, heisst es. (TI)

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