TGV macht Air France das Leben schwer

Im Inland nehmen die Passagiere vermehrt den Zug, jetzt will die Airline Arbeitsplätze abbauen.
© Air France

Das Inlandsgeschäft bei Air France läuft offenbar schlecht und ist in die roten Zahlen gerutscht. Viele Reisende würden statt dem Flugzeug den TGV nehmen, heisst es seitens der Airline. Die Fluggesellschaft will darum nun knapp 500 Stellen streichen. Auf Strecken, für welche der Hochgeschwindigkeitszug maximal zwei Stunden brauche, habe Air France 90 Prozent ihres Marktanteils verloren, zitiert die «FVW» einen Sprecher der Airline. Zudem machen Billigairlines dem Unternehmen mehr und mehr Konkurrenz.

Im Inlandsgeschäft machte das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Verlust von EUR 189 Mio. – fast doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Auch insgesamt hat Air France-KLM im ersten Quartal 2019 wegen des starken Wettbewerbs und höherer Kosten einen grösseren Verlust eingeflogen als im Vorjahr. Im Vorjahresvergleich stieg der Verlust um knapp ein Fünftel auf EUR 320 Mio. – und das trotz einer Steuererstattung. (TI)

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