Will sich der Kranich Condor krallen?

Lufthansa-CEO Carsten Spohr signalisierte Interesse an der Thomas-Cook-Airline.
Lufthansa neue Bemalung

Seit Februar ist bekannt, dass sich der Thomas-Cook-Konzern allenfalls von seiner Airline-Sparte trennen will. Insbesondere Condor wäre hierfür für viele andere Airlines (oder Veranstalter) interessant. Dies hat gestern auch Lufthansa-CEO Carsten Spohr im Rahmen der Bilanzpressekonferenz einmal mehr bekräftigt: Man habe mit der Eurowings ein «Werkzeug» in der Hand, um am wachsenden Touristikgeschäft zu partizipieren. Und man schaue sich an, wie Condor das eigene Unternehmen dabei unter Umständen unterstützen könne, so Spohr weiter.

Eurowings baut momentan ihre Basen für Langstrecken aus – ab Herbst neben dem bisherigen Angebot in München drei zusätzliche Langstreckenjets am Hub in Frankfurt. Insgesamt hat Eurowings dann sieben Langstreckenflieger an den zwei Standorten positioniert. Laut Spohr könne das Angebot hier mittelfristig auf insgesamt 15 Maschinen anwachsen. Da Condor ebenfalls Langstrecken-Hubs in München und Frankfurt unterhält, wäre eine Übernahme für die Wachstumspläne von Lufthansa/Eurowings sicherlich eine Option. Allerdings, und dies räumte gestern selbst Spohr ein, hätten hierbei die Wettbewerbshüter noch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. (TI)

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