Zimex soll die Flüge von Lugano nach Zürich durchführen

Wegen des angedrohten Rückzugs der Swiss will sich der Flughafen selber um diese Strecke kümmern.
Lugano

Nachdem Thomas Klühr angekündigt hatte, dass die Swiss die Streichung der Verbindung Zürich-Lugano prüfen wolle, erwägen die Betreiber des Flughafens Lugano-Agno, sich selbst um diese Verbindung zu kümmern. Durchführen soll sie die Schweizer Fluggesellschaft Zimex. Dies berichtet die «Sonntagszeitung».

«Die Swiss schaufelt mit ihrer Unzuverlässigkeit dem Flughafen das Grab»

CVP-Ständerat Filippo Lombardi, der als Vizepräsident des Verwaltungsrats der Lugano Airport AG amtet, stellt der Swiss derweil ein schlechtes Zeugnis in Sachen Zuverlässigkeit aus: «Einer von drei Flügen sind deutlich verspätet oder fallen aus», so der Politiker gegenüber der «Sonntagszeitung». Die Swiss schaufle mit ihrer Unzuverlässigkeit dem Flughafen das Grab. Denn: 95% der Passagiere, die in Lugano einsteigen, würden von Zürich aus weiterfliegen. Der Ticketverkauf müsse deshalb über die Swiss laufen; ein Treffen mit Swiss-CEO Klühr sei deshalb noch für diesen August geplant.

Masterplan für das Überleben des Flughafens

Ein Masterplan, den die Universität St. Gallen für Lugano-Agno entworfen hat, umfasst neben der Strecke Lugano-Zürich zudem eine Wiederaufnahme der Strecke nach Genf ab 2020 – durch Zimex. Des Weiteren sollen Charterverbindungen ab dem nächsten Jahr das Überleben des Regionalflughafens sichern. Der Masterplan sieht zudem eine Umbenennung in Ticino Airport vor sowie den Bau eines neuen Terminals bis 2027. (TI)

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