
Reisecocktail-Chefin Barbara Wohlfarth hat mit ihrem Antrag einen Nerv der Branche getroffen: Sie fordert den Branchenverband SRV zur konsequenten Einhaltung der Statuten (TRAVEL INSIDE), die besagen, dass SRV-Mitglieder als TO ausschliesslich Reise-Vermittler mit Kundengeldabsicherung beliefern dürfen.
Die Mehrheit der Reiseprofis stimmt ihr zu: Glatte 77% der Umfrageteilnehmenden finden das Thema für die Branche sehr wichtig. Nur wenige sind nicht überzeugt: 9% der Reiseprofis finden das Thema eher unwichtig, weitere 14% finden es komplett irrelevant.

Handeln Tour Operator gemäss SRV-Statuten?
Ein grosser Teil der Tour Operator (43%) gab an, nur Vermittler mit eindeutiger Kundengeldabsicherung mit Leistungen zu beliefern. Weitere 18% beliefern Vermittler ohne Kundengeldabsicherung mit Vorauszahlung / Direktinkasso, und 12% achtet bei Einzelleistungen nicht darauf. 27% achtet nicht auf eine Kundengeldabsicherung.

Reise-Vermittler nehmen Stellung
Die klare Mehrheit der an der Umfrage teilnehmenden Reise-Vermittler (77%) verfügt über eine Kundengeldabsicherung. Weitere 10% finden diese nicht nötig.
Weitere Reiseprofis argumentieren, dass sie lediglich Vermittler von Pauschalreisen seien (8%) resp. dass sie als Vermittler von einer Einzelleistung keine benötigen.

Die grössten Herausforderungen
Die meisten Reiseprofis sind sich der Leitlinien des eigenen Unternehmens bewusst in Bezug auf Kundengeldabsicherung. Mit 2% sind die Unternehmensrichtlinien das kleinste Problem. Vielmehr sind die Kosten der Kundengeldabsicherung (36%), der administrative Aufwand (17%) relevante Herausforderungen, sowie die Abgrenzung zwischen Vermittlung und Veranstaltergeschäft (22%).
Weitere 10% der Antworten nennen Unklarheiten zur Haftung im Insolvenzfall, 7% geben fehlende Transparenz der B2B-Kunden als relevantes Kriterium an, und 6% sehen in unterschiedlichen Geschäftsmodellen eine Herausforderung.

Wettbewerb in der Branche
Eine klare Mehrheit der abstimmenden Reiseprofis würde in der strengen Umsetzung der SRV-Statuten eine Wettbewerbsverbesserung der Reisebüros erwarten. 29% gehen davon aus, dass sich die veränderte Handhabung nicht auf den Wettbewerb in der Branche auswirken würde. 9% der Umfrageteilnehmenden sind überzeugt, dass sich die Wettbewerbsposition der Reisebüros verschlechtern würde. (TI)








