
Bereits Anfang 2025 hatte TRAVEL INSIDE die Schweizer Reisebranche gefragt, wie früh Kundinnen und Kunden ihre Ferien buchen und welche Destinationen besonders gefragt sind. Die damalige Umfrage zeichnete ein klareres Bild zugunsten kurzfristiger Buchungen. Ein Jahr später präsentiert sich die Ausgangslage ausgeglichener.
Last Minute bleibt relevant, Frühbucher holen auf
Die Reiseprofis sind sich 2026 uneiniger als noch im Jahr davor, ob das aktuelle Jahr ein Frühbucher- oder ein Last Minute-Jahr wird. 2025 waren 57% der Umfrageteilnehmenden überzeugt, dass das Jahr ein Last-Minute-Jahr wird (43% stimmten für ein Frühbucher-Jahr). 2026 setzten nur noch 52% auf ein Last-Minute Jahr und 48% stimmten für ein Frühbucher-Jahr. Dieses Jahr zeigt sich das Bild der beiden Aussichten folglich ziemlich ausgeglichen.
Die Einschätzung des Buchungsverlaufes verschiebt sich
Auch die Einschätzung des Buchungsverlaufes hat sich von 2025 auf 2026 angepasst. Entgegen der mehrheitlichen Einschätzung, dass 2025 ein Last-Minute-Jahr werden würde, gaben die meisten Reiseprofis an, dass die Mehrheit (40%) 60-90 Tage im Voraus buchen werde, und weitere 30% gaben an, dass Reisen 90-180 Tage im Voraus gebucht werden. Nur 2% schätzten, dass die Kundschaft 0-30 Tage im Voraus bucht.
2026 zeigt sich der Buchungsverlauf durchmischt: Grund dafür ist, dass mittelfristige Buchungen (60-90 Tage und 90-180 Tage) als weniger wahrscheinlich eingeschätzt werden als im Jahr davor. Dafür ist der Anteil der Reiseprofis, die Buchungen von einem Jahr im Voraus vorhersagen, von 12% auf 24% gewachsen, und die Voraussagen für kurzfristige Buchungen von 0-30 Tagen sind von 2% auf 15% angestiegen.
Insgesamt zeigt sich das Bild durchmischt: Die Einschätzungen für alle möglichen Buchungszeiträume – von 0-30 Tage im Voraus bis zu einem Jahr voraus – lagen zwischen 15% und 25%.
Destinationen verteilen sich
Die Einschätzungen der Reiseprofis von Destinationsbuchungen verteilen sich 2026 rundum den Globus, im Gegensatz zum Vorjahr. Waren 2025 noch über 50% der Umfrageteilnehmenden überzeugt, die Kundschaft werde Warmwasser-Ziele in Europa buchen, sind es 2026 nur noch knapp 40%. Des Weiteren werden nicht mehr nordeuropäische Länder als zweitbeliebteste Reiseziele eingeschätzt, sondern Langstrecken-Ziele.
Kriterien für das Buchungsverhalten
Neu in der aktuellen Umfrage ist der Blick auf die Einflussfaktoren des Buchungsverhaltens. 2026 hängt das Buchungsverhalten laut Schätzungen der Reisprofis insbesondere von den eigenen Finanzen ab (39%) sowie von wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten (30%). Wie sich dieser Trend über die Jahre entwickeln wird, muss sich erst noch zeigen.

Flexibilität bleibt entscheidend
Der Vergleich der beiden TRAVEL INSIDE-Umfragen zeigt: Ein klarer Trend lässt sich auch ein Jahr später nicht festmachen. Während Last-Minute-Buchungen weiterhin relevant bleiben, gewinnt das Frühbuchen wieder an Bedeutung. Für die Reisebranche bedeutet dies, weiterhin flexibel auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse reagieren zu müssen – sowohl mit früh buchbaren Angeboten als auch mit kurzfristig verfügbaren Kapazitäten. (TI)








