
Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend vom Zukunftsthema zum festen Bestandteil des Arbeitsalltags in der Reisebranche.
Das zeigen die Resultate der aktuellen TRAVEL INSIDE Umfrage unter Schweizer Reiseprofis.
Digitalisierung deutlich spürbar
Für 74% der Befragten hat sich der Arbeitsalltag in den vergangenen zwei Jahren durch die Digitalisierung spürbar (55%) oder sogar sehr stark (19%) verändert. Nur eine Minderheit nimmt kaum (12%) oder gar keine (14%) Veränderungen wahr.

KI-Tools bereits breit im Einsatz
Die Nutzung von KI ist dabei keine Randerscheinung mehr: Fast die Hälfte der Teilnehmenden (47%) gibt an, KI-Tools regelmässig im Berufsalltag einzusetzen, weitere 25% zumindest gelegentlich. Demgegenüber stehen 28%, die KI bislang selten (12%) oder gar nicht (16%) nutzen.
Damit zeigt sich: KI hat in vielen Reisebüros bereits Einzug gehalten, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität.

Grosses Potenzial
Das Potenzial von KI wird insgesamt hoch eingeschätzt. 25% der Befragten sehen darin sehr grosses Potenzial und denkt, dass KI viele Prozesse verbessern wird. 52% sehen grosses Potenzial, vor allem für repetitive Aufgaben.
Gleichzeitig bleibt eine gewisse Zurückhaltung bestehen: 16% der Umfrage-Teilnehmenden halten KI für wenig relevant im Kontext der persönlichen Beratung. Für 7% ist KI aktuell sogar noch ein Hype ohne nachhaltigen Mehrwert.

Marketing und Prozesse im Fokus
Als wichtigste Einsatzbereiche nennen die Teilnehmenden Marketing und Kommunikation (31%) sowie Buchungsprozesse und Datenmanagement (28%). Dahinter folgen Produktentwicklung (18%) sowie Beratung und Kundenservice (17%).
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass KI insbesondere dort eingesetzt wird, wo Effizienzsteigerungen und Automatisierung möglich sind. In der direkten Kundenberatung bleibt der Mensch hingegen weiterhin zentral.
Vergleich zu Oktober 2025
Zwischen Effizienz und persönlicher Beratung
KI ist in der Schweizer Reisebranche angekommen und wird aktiv genutzt, vor allem zur Unterstützung im Hintergrund und in operativen Prozessen. Gleichzeitig bleibt die persönliche Expertise der Reiseprofis ein entscheidender Faktor im Kundenerlebnis.
Für die Branche dürfte damit klar sein: Künstliche Intelligenz wird den Arbeitsalltag weiter prägen, ersetzt aber nicht die individuelle Beratung, sondern ergänzt sie. (TI)








