
Anfang August beginnt in der Schweiz für viele Jugendliche der Start ins erste Lehrjahr. Aus diesem Anlass wollte TRAVEL INSIDE von den Schweizer Reiseprofis wissen, wie die Situation rund um den Nachwuchs in der Branche aussieht.
Die Ergebnisse zeigen: Lehrstellen sind längst nicht in allen Unternehmen ein Thema, und auch das Interesse potenzieller Lernender hält sich vielerorts in Grenzen.
Knapp drei Viertel (72%) der teilnehmenden Unternehmen gaben an, für den Sommer 2026 keine Lehrstelle ausgeschrieben zu haben. Nur 28% boten einen Ausbildungsplatz an. Die Zahlen deuten darauf hin, dass ein grosser Teil der Unternehmen derzeit nicht selbst in die Ausbildung des Branchennachwuchses investiert.

Zurückhaltende Nachfrage nach Lehrstellen
Auch bei der Nachfrage nach Lehrstellen fällt das Bild zurückhaltend aus. Lediglich 4% berichten von sehr vielen Interessent*innen, weitere 32% von einigen Bewerbungen. Die Mehrheit erhält hingegen nur vereinzelt (41%) oder gar keine (23%) Anfragen für Lehrstellen.

Fachkräftemangel bleibt ein Thema
Beim Thema Fachkräftemangel geben 57% der Teilnehmenden an, genügend ausgebildete Mitarbeitende zu haben. Dennoch spüren 43% weiterhin einen Mangel an qualifizierten Fachkräften und wünschen sich mehr ausgebildetes Personal.

Geteilte Meinungen zur eigenen Berufswahl
Besonders spannend fällt der Blick auf die persönliche Einschätzung der Befragten aus. Auf die Frage, ob sie sich heute nochmals für eine Karriere in der Reisebranche entscheiden würden, antworteten 27% mit einem klaren «Ja, auf jeden Fall», weitere 26% mit «Eher ja». Dem gegenüber stehen 22% mit «Eher nein» und 25% mit «Nein». Damit halten sich positive und negative Antworten mit insgesamt 53% beziehungsweise 47% nahezu die Waage.
Die Umfrage zeigt: Beim Thema Nachwuchs steht die Reisebranche vor mehreren Herausforderungen. Wenige Ausbildungsplätze, verhaltenes Interesse an Lehrstellen und ein weiterhin spürbarer Fachkräftemangel dürften die Diskussion um die Zukunft des Branchennachwuchses weiter prägen. (TI)








