Safarisource: Neue Plattform sieht sich als «Airbnb für Safaris»

Den lokalen Veranstaltern von Safaris soll mit der Plattform die Möglichkeit gegeben werden, die Zwischenhändler zu umgehen.
Foto: ZVG

An der Indaba in Durban vorgestellt, ist die neue Plattform «Safarisource» nun online. Die Gründerin Jessika Nilsson beschreibt das Projekt als «Airbnb für Safaris»: So sollen lokalen Veranstaltern die Möglichkeit gegeben werden, die Zwischenhändler zu umgehen und direkt zum Endkunden zu gelangen. Insbesondere die kleineren afrikanischen TOs seien bisher in viel zu grossem Masse von den ausländischen Gross- und Zwischenhändlern abhängig gewesen, die die Safaris zudem mit horrenden Margen verteuert hätten, sagte Nilsson dem Online-Magazin «Tourism Update».

Die User können online nach Destination, Schlüsselwörtern und Daten suchen. Die Packages können des Weiteren nach Kategorie, Aktivitäten, Budget und Zeitdauer gefiltert werden. Zur Zeit existiert noch keine Instant-Booking-Möglichkeit (wie bei Airbnb), sondern die Buchungsanfrage wird dem lokalen Veranstalter weitergeleitet, der mit dem Kunden Kontakt aufnimmt oder die Buchung innerhalb von 24 Stunden bestätigt. Anschliessend wird die Buchung analog zu vergleichbaren Plattformen online bestätigt und die Zahlung abgewickelt.

Rund 80 lokale Tour Operator aus dem östlichen und südlichen Afrika haben ihre Safaris-Packages bisher auf die neue Plattform geladen. Safarisource mit Hauptsitz in Kapstadt rechnet auf den Gesamtpreis 9% Marge hinzu sowie eine Bankkommission von 3% – und wird damit viel günstiger als bisherige Anbieter von Safaris agieren können. Bis 90 Tage vor Abreise wird bei einer Stornierung der Reise 70% der Gesamtkosten zurückerstattet, bis 60 Tage sind es 30%.

Noch laufe nicht alles komplett reibungslos, teilte Nilsson mit. Wie alle Start-Ups und neue Ideen brauche das Projekt noch etwas Zeit. Die ausländischen TOs sind gewarnt. Die Safaris waren bisher oft eine «Cash Cow», mit der sich Jahr für Jahr gutes Geld verdienen liess. (ES)

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