Travelperk beschafft sich frisches Kapital

Die Reisemanagement-Plattform bereitet Post-Corona vor.
Avi Meir, Co-Founder & CEO Travelperk. ©Travelperk

Die Reisemanagement-Plattform Travelperk hat USD 160 Mio. neues Eigen- und Fremdkapital aufgenommen hat. Damit will das Unternehmen laut eigenen Angaben die nächste Wachstumsphase vorantreiben. Die Finanzierungsrunde wurde von Greyhound Capital angeführt, mit Beteiligung bestehender Investoren. Die bisherige Gesamtinvestitione beträgt nun USD 294 Mio.

Der Wachstumsfokus liege besonders auf den USA und Europa sowie auf Produktinnovationen, die für die sich ändernden Bedürfnisse von Reisenden und kleinen bis mittelständischen Unternehmen nach der Pandemie entwickelt werden. Die globalen Auswirkungen von COVID-19 bedeuten, dass Flexibilität, Sicherheit und Nachhaltigkeit bei Geschäftsreisen wichtiger denn je sind.

Travelperk werde sich deshalb darauf konzentrieren, sein Angebot in diesen Bereichen durch Innovationen und Übernahmen zu verbessern. Das Unternehmen will auch in grossem Umfang neue Mitarbeiter ein und geht davon aus, nachdem es während der Pandemie keine Entlassungen gab, das 500-köpfige Team im Rahmen des sich entwickelnden Reisemarktes ab Ende 2021 bis 2022 weiter aufzustocken.

Die Travelperk-Plattform beherbergt nach eigenen Angaben das weltweit grösste buchbare Reiseinventar, das es Reisenden ermöglicht, nahtlos Züge, Autos, Flüge, Hotels und Apartments von einer grossen Auswahl an Anbietern wie Kayak, Skyscanner, Expedia, Booking.com und Airbnb zu vergleichen, zu buchen und abzurechnen.

Zu den neu für Reisen in der Covid- und Post-Covid-Welt entwickelten Tools gehört Travelsafe, das Echtzeitdaten zu den neuesten Covid-Reisebeschränkungen über eine API verfügbar macht. Ausserdem wurden bestehende Produkte weiter verbessert und zukunftssicher gemacht, wie Flexiperk, das branchenweit erste flexible Buchungstool, das Last-Minute-Stornierungen verwaltet und Reiseerstattungen von 80% garantiert.

Wachstum generierte das Unternehmen auch mit seinen ersten Übernahmen. 2020 kaufte Travlperk das Risikomanagement-Startup Albatross und im Januar 2021 den US-amerikanischen Konkurrenten NexTravel.

«Es besteht kein Zweifel daran, dass die durchschnittliche Geschäftsreise ab 2021 ganz anders aussehen wird als im Jahr 2019», sagt Pogos Saiadian, Investor bei Greyhound Capital. «Wir sind zuversichtlich, dass sich Geschäftsreisen in den kommenden Jahren erholen und florieren werden.»